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Rathaus des Westfälischen Friedens

Das historische Rathaus im spätgotischen Stil wurde 1512 errichtet. Der Bau dauerte mehr als ein Vierteljahrhundert. Das "Neue Rathaus auf der Alten Stadt" war zu dieser Zeit eine recht moderne Einrichtung. Aber die Osnabrücker folgten mit diesem prächtigen Gebäude nicht nur dem Zeitgeist, sondern sie demonstrierten damit auch, dass sie auf dem Gipfel ihrer politischen Macht angekommen waren.

Das Osnabrücker Rathaus wird bestimmt durch ein 18 Meter hohes Walmdach, an dessen unteren Ende sich sechs Türme befinden. Die große Treppe führt von zwei Seiten zur Eingangstür. Die Türklinke zeigt eine Taube und die Jahreszahl 1648. Neben einem Modell der Stadt Osnabrück von 1633 können Besucher den Friedensaal besichtigen. Hier liegt auch ein Goldenes Buch aus, in dem man sich verewigen kann.

Adresse:
Markt 30
49074 Osnabrück

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Das historische Rathaus in der Osnbrücker Altstadt (c) OMT

Europäisches Kulturerbe-Siegel

Auf den Stufen des historischen Rathauses wurde 1648 der Westfälische Frieden verkündet. Die Aushandlung des Friedens setzte dem 30-jährigen Krieg ein Ende. Der Friede gilt als herausragendes Ereignis der europäischen und der deutschen Geschichte, denn mit ihm wurden erste Grundlagen für ein vereintes Europa geschaffen.

Erfahren Sie alles über den Westfälischen Frieden. Mehr

Seit April 2015 sind das Osnabrücker Rathaus und das Rathaus Münster daher Träger des Europäischen Kulturerbe-Siegels. Die europäische Kommission verleiht dieses Siegel an Orte, die eine besondere Bedeutung für die Geschichte Europas haben.

Was Sie noch über das verliehene Siegel wissen sollten, finden Sie hier.

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Das Osnabrücker Rathaus trägt seit April 2015 das Europäische Kulturerbe-Siegel.

Goldenes Buch der Stadt Osnabrück

Das erste Goldene Buch der Stadt Osnabrück wurde von August Haarmann am letzten Tag des Jahres 1899 gestiftet. Illustre Gäste trugen sich dort über fast 100 Jahre ein, wie zum Beispiel Konrad Adenauer. Der erste Eintrag stammt von Johannes von Miquel, unter anderem damaliger Ehrenbürger und ehemaliger Oberbürgermeister.

1948 wurde das Goldene Buch unter den neuen, demokratischen Verhältnissen wieder geöffnet. Die damaligen Ratsmitglieder mahnten vor der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten und gedachten den Opfern des Krieges.

Neben vielen Besuchern war Papst Johannes Paul II. am 16.11.1980 der wohl bekannteste Gast, der sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug. Die Bedeutung des offiziellen Gästebuchs der Stadt entsprechend gibt es genaue Verfahrensregeln, wer sich in dem Buch verewigen darf. Eintragungen sind besonderen Persönlichkeiten vorbehalten, wie zum Beispiel Botschafter oder ausländische Staatsoberhäupter.

Das von Hand gefertigte Buch mit goldgeprägten Jugendstilornamenten und Silberbeschlägen hatte bereits 1997 seine letzte Seite erreicht. Deshalb überreichten Silberschmiedemeister Wolfgang Grändorf und Buchbindermeister Günter Thomas am 18.11.1997 das zweite Buch der Stadt. Der vordere Buchdeckel wird von der stilisierten Ansicht der Marienkirche, drei vergoldeten Steckenpferdreitern und die in Gold eingelassenen Mondsteinen geschmückt.

Die Schatzkammer

Eine schmiedeeiserne Tür mit dem Wappen der Stadt aus der Barockzeit schützt die Schatzkammer. Eingefasst wird die Tür von einem Sandsteinrahmen, auf dem oben in lateinischer Sprache mit römischen Buchstaben steht, dass der Senat und das Volk von Osnabrück das Archiv erbauen ließen. Die höhergestellten Buchstaben ergeben die Jahreszahl 1756.

In der Schatzkammer befinden sich das Ratssilber mit dem berühmten Kaiserpokal, die älteste Schützenkette, wichtige Urkunden zur Stadtgeschichte, Osnabrücker Geldmünzen, Prägestempel, Siegel und eine Nachbildung des "Osnabrücker Friedensinstruments" von 1648.

Das Ratssilber der Stadt Osnabrück ist noch fast vollzählig. Die Pokale stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und Werkstätten. Das bedeutendste Stück ist der Kaiserpokal. Wie, wann und warum er nach Osnabrück kam, ist nicht bekannt - es gibt nur Vermutungen.

Die Schützenkette gehört den Osnabrücker Schützen. Sie soll bereits aus dem 13. Jahrhundert stammen. Die Besonderheit ist ein vergoldeter silberner Papagei aus der Werkstatt des Osnabrücker Goldschmieds Heinrich Delbrügge aus dem Jahr 1582.

Quelle: H. Witte / Niedersächsisches Staatsarchiv, Osnabrück


In drei Filmen zeigen wir Ihnen den Beginn des Osnabrücker Rathauses, den Zerfall im Zweiten Weltkrieg und den erneuten Aufbau, bis zur heutigen Zeit.

Entdecken Sie das Osnabrücker Rathaus in drei Filmen (c) OMT

www.osnabrueck.de

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