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Mittelalterliche Befestigungsanlagen

Für die Entwicklung Osnabrücks hin zu einer selbständigen Stadt im 13. Jhd. war die Frage der Sicherheit und Befestigung entscheidend. Der älteste steinerne Befestigungsring wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts fertig gestellt, ab 1306 umschloss ein gemeinsamer Mauerring das Stadtgebiet von Altstadt und Neustadt.

An den großen Handelswegen (Nord-Süd- und Ost-West) lagen fünf Stadttore (Hase-, Herrenteichs-, Johannis-, Heger- und Natruper Tor.) Mehrere kleine Pforten dienten hauptsächlich dem landwirtschaftlichen Verkehr. Erstaunlich viele Teile der alten Befestigungsanlage sind heute noch sichtbar. Dazu gehören der Bucksturm an der Bocksmauer (Besichtigung sonntags von 12 bis 17 Uhr) und die Reste der hier noch stehenden Stadtmauer.

Der Bucksturm

Dieser Wachturm aus dem 13. Jahrhundert war nach beiden Seiten zur Stadtmauer hin geöffnet. Die Wachen durchschritten bei ihrem Wachdienst von der Mauer aus den Turm und konnten sich hier in der kalten Jahreszeit an einer Kohlenpfanne aufwärmen. Historische Bedeutung bekam der Bucksturm im Mittelalter als städtisches Gefängnis. Während der Hexenverfolgung  im 16. und 17. Jahrhundert diente der Bucksturm zusätzlich als Folterkammer. Eine kleine Ausstellung widmet sich den einstigen Hexenprozessen.

Weitere Überreste der ursprünglich dreißig Befestigungsbauwerke, die ein detaillierter Plan aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges verzeichnet, sind der Neustädter Turm, der Pernickelturm und der Plümersturm. Die meisten Wälle und Mauern wurden im Zuge der Stadterweiterung im 19. Jhd. abgetragen. Geblieben sind in Osnabrück die Namen (Schlosswall etc.), und unter hohen Linden kann man immer noch auf dem Herrenteichswall flanieren - mit wunderbarem Blick auf Hase und Dom.

Adresse:
Bocksmauer
49074 Osnabrück

Bucksturm
Der Bucksturm gehörte zu alten Befestigungsanlage der Stadt, Foto (c) OMT

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