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Menschen und Orte in Osnabrück  

Heinrich Glorius, Parkstraße 17a

 

Heinrich Glorius

geboren am 8. November 1901 in Breitenbach
ermordet am 8. Mai 1945 im KZ Neuengamme

Paten:

Ludwig Schuir übernimmt die Patenschaft.

Verlegung der Stolpersteine:

Die Verlegung für Heinrich Glorius fand am 11. November 2008 in der Parkstraße 17a statt.

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Heinrich Glorius 

Kurzbiografie Heinrich Glorius

Heinrich Glorius wanderte 1923 nach Amerika aus, wo er am 9. Februar 1924 seine in Bad Essen geborene Frau Klara, geborene Böse, in Milwaukee heiratete. Im Jahre 1938 kehrten beide nach Deutschland zurück. Laut Aussage der Witwe Klara Böse einmal aus Heimweh, aber vor allen Dingen, um sich um ihr Haus an der Parkstraße 17a zu kümmern. Sie hatten ein Permit zur Rückkehr in die Vereinigten Staaten, der bis zum 6. Oktober 1939 befristet war. Da inzwischen der Krieg begonnen hatte, war eine Rückkehr nicht mehr möglich.

Anlass seiner Verhaftung war das Verhältnis zu seinem Mieter, der unmittelbar mit ihm auf einem Flur wohnte und ihn durch sein lärmendes Verhalten, unter anderem auch durch das laute Singen von Naziliedern schikanierte. Dies veranlasste Herrn Glorius zu einer Äußerung gegen die "Nazis". Der Mieter, Gestapobeamter, machte diese Äußerung zum Anlass einer Anzeige, die zur Verhaftung Heinrich Glorius führte.

Glorius wurde am 1. September 1944 von der Gestapo Osnabrück wegen politischer Überzeugung und Weltanschauung verhaftet und in das Konzentrationslager Neuengamme deportiert, zuletzt in das Arbeitslager Farge bei Bremen. Seine Todesumstände wurden nie geklärt und er galt somit als vermisst. Durch Antrag seiner Frau Clara wurde sein Todesdatum auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.


Quellen: Staatsarchiv: Rep 430 Dez 902 Akz 2003/068 Nr.114, Dep 3c Akz 32/96 Nr.2, Niederschrift Ratsprotokoll vom 2. März 1948

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