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Menschen und Orte in Osnabrück  

Familie Pfingst/Engers, Herderstraße 3

 

Heinrich Pfingst

geboren am 10. September 1874 in Bischofsburg
ermordet am 23. Juli 1943 in Sobibor

Pate:

Die Patenschaft hat Otto Linnemann übernommen.

Doris Pfingst, verheiratete Engers

geboren am 27. Februar 1911 in Lötzen
ermordet am 2. August 1942 in Auschwitz

Pate:

Patin ist Dagmar von Kathen.

Heinz Engers:

geboren am 4. Juli 1908 in Osnabrück
ermordet am 30. September 1942 in Auschwitz

Pate:

Pate ist Todor Todorovic.

Freek Engers jr.

geboren am 21. April 1938 in Amsterdam
ermordet 1942 in Auschwitz

Pate:

Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium

Verlegung der Stolpersteine:

Für die Familie Pfingst und Engers wurden am 11. November 2008 in der Herderstraße 3 Stolpersteine verlegt.

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Familie Pfingst/Engers 

Kurzbiografie Familie Pfingst/Engers

Vater Heinrich Pfingst war Geschäftsführer der Firma Woolworth, Osnabrück, verheiratet mit Hertha Pfingst, geborene Loewenstein. Die Familie jüdischen Glaubens wohnte damals in der Herderstraße 3. Die Tochter Anni Pfingst meldete sich nach der Heirat mit dem Kaufmann Berthold Jacoby 1932 nach Schippenbeil ab. Der Sohn Werner Pfingst meldete sich 1933 nach Hannover ab, die Tochter Hilde emigrierte laut Abmeldung 1934 in die USA. Im März 1934 meldeten sich ebenfalls Heinrich und Hertha Pfingst mit den weiteren Töchtern Doris und Margot nach Düsseldorf ab. Margot Pfingst wanderte von dort 1936 nach Palästina aus. Die Mutter verstarb im Januar 1936. Der Vater emigrierte laut Abmeldung im August 1939 nach Amsterdam. Auch Doris Pfingst ging in die Niederlande, aber zu einem früheren Zeitpunkt als der Vater. Dort heiratete sie Heinz Engers aus Osnabrück (Eltern Freerk und Margarete Engers), der bereits 1934 in die Niederlande emigrierte. Der Sohn des Ehepaares, Freerk, wurde am 21. April 1938 in Amsterdam geboren und gemeinsam mit seinen Eltern 1942 nach Auschwitz deportiert, wo er mit 4 Jahren starb. Doris Engers wurde am 2. August 1942 in Auschwitz ermordet, ihr Mann am 30. September 1942 bei einem Fluchtversuch in Auschwitz erschossen. Heinrich Pfingst wurde am 23. Juli 1943 im KZ Sobibor ermordet.
 
Quellen: Sellmeyer, Martina u. Peter Junk: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche: Rasch Verlag, 2000³, Osnabrücker genealogische Forschungskreis e.V.
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