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Menschen und Orte in Osnabrück 

Johannes Prassek, Bramstraße 105

Karte
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Die Verlegung der Stolpersteine
Die Verlegung der Stolpersteine
Die Verlegung der Stolpersteine
 
Johannes Prassek 

geboren am 13. August 1911 in Hamburg
1937 Priester in Osnabrück 
im Juni 1943 im "Lübecker Christenprozess" angeklagt
hingerichtet am 10. November 1943 im Gefängnis Holstenglacis, Hamburg

Pate: 

Arbeitskreis Johannes Prassek der Christus-König-Gemeinde

Die Verlegung des Stolpersteins fand am Donnerstag, 15. November 2007, statt

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Johannes Prassek 

Kurzbiografie Johannes Prassek

Johannes Prassek wurde am 13. August 1911 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Theologie wurde er am 13. März 1937 durch Bischof Hermann Wilhelm Berning in Osnabrück zum Priester geweiht. Seine erste Messe hielt Prassek in der Christus-König-Kirche in Haste, in der er bis 1939 wirkte. Danach ging er als Kaplan nach Lübeck. Aus christlicher Glaubensüberzeugung kritisierte er offen das nationalsozialistische Unrechtsregime und setzte sich trotz strengster Verbote für polnische Zwangsarbeiter ein.

Mit dem evangelischen Pfarrer Karl Friedrich Stellbrink tauschte Prassek Informationen ausländischer Rundfunksender und Flugblätter aus, die er auch vervielfältigte. Auf Grund einer Denunziation durch einen Gestapo-Spitzel wurde er am 18. Mai 1942 verhaftet. Am 22. Juni 1943 wurde er mit drei weiteren Geistlichen im sogenannten "Lübecker Christenprozess" angeklagt. Bereits einen Tag später wurde durch den Volksgerichtshof, der hierfür aus Berlin angereist war, das Todesurteil wegen "Zersetzung der Wehrkraft" und "Vorbereitung zum Hochverrat" verhängt. Am 10. November 1943 wurde er im Gefängnis Holstenglacis in Hamburg ermordet. Das Leben von Johannes Prassek war geprägt von großer Mitmenschlichkeit, ökumenischer Offenheit sowie einem starken Glauben an Gott, der auch während der Haftzeit ungebrochen blieb.

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