Hermann van Pels wurde am 31. März 1898 in Gehrde geboren, seine Ehefrau Auguste van Pels, geborene Röttgen, am 29. September 1900 in Buer. Ihr gemeinsamer Sohn Peter van Pels wurde am 8. November 1926 in Osnabrück geboren.
Zusammen mit dem Vater Aron van Pels war Hermann van Pels Inhaber einer Fleischereibedarfsartikelhandlung in der Luisenstraße 33. Die Familie wohnte im ersten Stock des Hauses an der Martinistraße 67a. Nach der Emigration in die Niederlande 1937 fand Hermann van Pels Arbeit in der Firma von Otto Frank, dem Vater von Anne Frank, die ihren Sitz an der Prinsengracht 263 in Amsterdam hatte. Zwei Jahre nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht, am 6. Juli 1942, tauchten die Familien Frank und van Pels unter und versteckten sich im Hinterhaus des Firmensitzes. Hier überlebten die Familien 25 Monate, bis sie am 4. August 1944 verraten und durch die deutsche Polizei verhaftet wurden. Wenige Tage später wurden sie in das niederländische Durchgangslager Westerbork gebracht und am 3. September nach Auschwitz deportiert. Anne Frank schildert in ihrem Tagebuch ausführlich die Zeit im Versteck, wobei sie zur Tarnung für die Familie van Pels den Namen van Daan verwendete.
Hermann van Pels wurde am 6. September 1944 in Auschwitz vergast. Auguste van Pels wurde am 24. November 1944 mit einer Gruppe von acht Frauen von Auschwitz nach Bergen-Belsen gebracht. Von dort ging es am 6. Februar 1945 nach Raguhn, einem Außenlager von Buchenwald. Anschließend wurde sie weiterverschleppt in Richtung Theresienstadt. Sie verstarb in Deutschland oder der Tschechoslowakei zwischen dem 9. April und 8. Mai 1945. Peter van Pels wurde vor der näherrückenden Roten Armee in der Nacht vom 17. auf den 18. Januar auf den berüchtigten "Todesmarsch" geschickt. Über verschiedene Lager kam er in das österreichische Lager Mauthausen, wo er am 5. Mai 1945 starb.