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24.11.2015

Unterbringung von Flüchtlingen

„Als wir das dezentrale Konzept für die Unterbringung von Flüchtlingen 2013 erarbeitet hatten, konnten wir nicht wissen, wie viele Menschen in den vergangenen und in den kommenden Monaten zu uns in die Friedensstadt Osnabrück kommen würden“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Wir stehen jetzt aber vor einer ganz neuen Situation, die noch vor wenigen Monaten keiner erwartet hatte.“

Seit 2011 hat Osnabrück über 2.200 Flüchtlinge aufgenommen. In 13 städtischen Einrichtungen leben zurzeit 680 Flüchtlinge. Zusätzlich konnten 1275 Menschen außerhalb dieser Einrichtungen mit Wohnraum versorgt werden. Mit zahlreichen Eigentümern wird weiter über Anmietung bzw. Kauf von Immobilien verhandelt. „Ein zähes Geschäft“, sagt Udo Kunze, Leiter des Fachbereichs Integration, Soziales und Bürgerengagement, „das nicht leichter wird.“ Bis Ende Januar 2016, eventuell auch schon bis zum 31. Dezember müssen weitere 245 Flüchtlinge in Osnabrück untergebracht werden. „Wir rechnen damit“, sagt Kunze, der auch die Projektgruppe Wohnraumversorgung leitet, „dass wir im kommenden Jahr weitere 1400 Flüchtlinge in der Stadt aufnehmen müssen.“

In dieser Zahl sind nicht enthalten die Flüchtlinge, die in der Landesaufnahmeeinrichtung im Natruper Holz ankommen und nur für ein bis zwei Monate bleiben, bevor sie anderen niedersächsischen Städten und Ge-meinden zugewiesen werden. Das ehemalige Finanzamt des Landes an der Hannoverschen Straße wird derzeit vom Malteser Hilfsdienst für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet – nicht im Auftrag der Stadt, sondern im Auftrag des Landes Niedersachsen. Mitgerechnet sind auch nicht die Flüchtlinge, die vorübergehend im Rahmen der Amtshilfe für das Land Niedersachsen in einer Halle an der Averdiekstraße unterge-bracht werden.

„Geplant ist, dass die Herrichtung der Käthe-Kollwitz-Schule spätestens zum Jahreswechsel abgeschlossen ist“, sagt Dirk König, Leiter des Eigenbetriebs Immobilien- und Gebäudemanagement. Dort werden dann im neuen Jahr über 150 Menschen einquartiert. Am Limberg im Stadtteil Dodesheide, auf dem ehemaligen Kasernengelände der britischen Streitkräfte, können 10 Gebäude für etwa 450 Flüchtlinge instand gesetzt werden. Sofern der Rat zustimmt, können bis Mai 2016 die notwendigen baulichen Vorbereitungen abgeschlossen sein. Die Gespräche mit der Eigentümerin, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), sind positiv verlaufen.

„Diese Zahlen zeigen“, sagt Griesert, „dass wir uns um eine dezentrale Unterbringung zwar weiterhin bemühen, aber zahlreiche Flüchtlinge inzwischen in größeren Einrichtungen unterbringen müssen. Wenn die Zahlen weiter zunehmen, werden wir mit unseren Möglichkeiten an Grenzen kommen. Dann ist es nicht mehr ausgeschlossen, dass wir andere Kommunen um „Amtshilfe“ bitten müssen. Und so könnte das ehemalige Klinikgebäude und Schwesternwohnheim in Dissen als gemeinsame Nutzung für Flüchtlinge in Betracht kommen.  Die Gebäude stehen jedenfalls seit Monaten leer und könnten mit kalkulierbarem Aufwand für diesen Zweck für eine begrenzte Zeit genutzt werden. Ob sich dieser Vorschlag umsetzen lässt, hängt aber von Gesprächen mit Landrat Dr. Michael Lübbersmann und Bürgermeister Hartmut Nümann ab.“

„Die Hilfsbereitschaft der Osnabrückerinnen und Osnabrücker ist groß“, erklärt der Oberbürgermeister. „Das hat auch ein Bürgerforum in der Käthe-Kollwitz-Schule im vergangenen Monat gezeigt, in dem deutlich wurde, dass die zu uns kommenden Menschen Willkommen sind. Wichtig dabei ist, dass wir zeitnah und umfassend informieren.“ Daher wird die Verwaltung am Dienstag, 15. Dezember, 19.30 Uhr, Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße, Lerchenstraße 135 – 137, im Bürgerforum Dodesheide über den aktuellen Stand zum Thema „Flüchtlingsunterbringung am Limberg“ berichten.

Die Bereitschaft zu spenden, ist enorm. Eine Übersicht finden Interes-sierte im Internet auf der städtischen Homepage unter www.osnabrueck.de/fluechtlinge.


www.osnabrueck.de

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