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11.10.2016

„Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945“

Eine Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

Anfang April 1945, als sich von Westen her die US-Armee näherte, räumte die SS das KZ Mittelbau-Dora im Harz. In aller Hast verlud sie 40.000 Häftlinge in Viehwaggons oder trieb sie zu Fuß Richtung Norden. Etwa die Hälfte der Transporte endete im KZ Bergen-Belsen. Tausende Häftlinge, die ihre Befreiung schon vor Augen hatten, wurden während der Todesmärsche ermordet. Nach dem Krieg bemühten sich die Alliierten, die während der Todesmärsche begangenen Verbrechen aufzuklären. Die meisten Deutschen hingegen lehnten eine Auseinandersetzung mit dem Thema ab.

Die Ausstellung „Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945“, eine Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, die vom 24. November bis 5. Februar im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum präsentiert wird, verdeutlicht das Ausmaß der Gewalt während der Todesmärsche, und sie zeigt, dass die Verbrechen in aller Öffentlichkeit begangen wurden. Zudem thematisiert sie das „Kasernenlager“ in Bergen-Hohne, das im April 1945 zur Unterbringung der Häftlinge aus Mittelbau-Dora als Nebenlager des KZ Bergen-Belsen genutzt wurde. Später befand sich hier das größte jüdische DP-Camp Deutschlands.
 
Die Ausstellung stellt die Ereignisse während der Lagerräumungen multiperspektivisch dar. Ein besonderes Gewicht haben dabei Tagebücher, Erinnerungsberichte und Zeichnungen ehemaliger Häftlinge, die annährend deutlich machen, wie dicht die Hoffnung auf die nahe Befreiung und die unmittelbare Lebensbedrohung während der Räumungstransporte beieinander lagen. Zugleich zeigt die Ausstellung das breite Ausmaß der Mittäter- und Komplizenschaft in der deutschen Bevölkerung – und die mangelnde Bereitschaft vieler Deutscher nach dem Krieg, sich der Verantwortung für die vor Ort begangenen Verbrechen zu stellen.
 
Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Markt 6
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 323-2109
 
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr
Samstag/Sonntag 11 bis 17 Uhr



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