Ellen Moschitz-Finger und Wolfgang Kroneberg, Ensemblemitglieder der Probebühne, werden Gedichte von Georg Wiese, Axel Gundrum, Friedel Kantaut, Thomas Bühler, Johannes Eidt und Wilfried Bohne vortragen.
Wenig bekannt ist, dass Osnabrücker Bildende Künstler auch literarisch tätig sind. Die Veranstaltung bietet nun die Möglichkeit, diese unbekannte Seite von fünf Bildenden Künstlern kennen zu lernen. Axel Gundrum, Urgestein der Osnabrücker Kunstszene, der heute in Potsdam lebt, schreibt sozialkritische Texte. Friedel Kantaut, Bildender Künstler und Musiker, der inzwischen in Berlin lebt, arbeitet in Gedichten und Prosa seine Milieuerfahrungen auf. Johannes Eidt, der durch seine japanisch inspirierte Grafik bekannt geworden und inzwischen auch als Liedermacher unterwegs ist, geht mit der Kulturkritik ins Gericht. Wilfried Bohne, Holzschnitzer aus Osnabrück, schreibt skurrile Gedichte, die zum Teil in Bezug stehen zur nationalsozialistischen Vergangenheit. Georg Wiese, Künstler aus Osnabrück, schreibt unter anderem konsumkritische Gedichte und beschreibt, wie er selbst sagt, erlebte Situationen liebevoll-bösartig. Thomas Bühler aus der Gruppe Melpomene, der heute in Berlin lebt, schreibt seine täglichen Beobachtungen dissonanter Geschehnisse in Gedichten und Prosa nieder.
Ellen Moschitz-Finger spielt unter anderem in den aktuellen Produktionen der Probebühne „Glaube, Liebe, Hoffnung“ von Ödön von Horvath und „Trotz aller Therapie“ von Christopher Durang, wo auch Wolfgang Kroneberg, der zweite Vorleser, mitspielt. Bekannt sind beide Schauspieler unter anderem durch die erfolgreiche Hans Jürgen Meyer-Inszenierung „Betty’s Sommerfrische“.
Die Aufführungszeiten im Rahmen der Kulturnacht sind um 19, 20.30 und 22 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, es werden jedoch zu jeder Lesung nur 80 Personen eingelassen.
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