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Geologisches Bilderbuch Piesberg 

Der Steinkohlebergbau am Piesberg

Förderwagen im Hasestollen
historische Förderwagen im Hasestollen
Förderwagen im Hasestollen
 
Bereits seit dem Mittelalter wurde am Piesberg Steinkohle abgebaut. Die erste urkundliche Erwähnung eines so genannten "Kohlebrechers" am Piesberg findet sich im Jahre 1461. Zu ihnen gehörten zunächst die Eigentümer des betroffenen Grund und Bodens (Bewohner der Gemeinden Pye und Lechtingen), die nach deutschem Gewohnheits-Bergrecht das Recht hatten, die vorhandenen Rohstoffe abzubauen. Die gewonnene Kohle wurde an die bei Osnabrück gelegenen Kalköfen geliefert.

Zunächst ließen sich alle Flöze durch Stollen erschließen. Ab dem frühen 18. Jahrhundert wurden Schächte zur Kohleförderung angelegt. Mehrere hundert Jahre lang wurde die wertvolle Anthrazitkohle des Piesbergs mit großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Osnabrück gefördert, bis die Zeche 1898 wegen massiver Wassereinbrüche stillgelegt wurde. Die historischen Gebäude aus der Ära der Kohleförderung stehen unter Denkmalschutz und werden vom Museum Industriekultur Osnabrück, vom Piesberger Gesellschaftshaus e.V. und von den Osnabrücker Dampflokfreunden e.V. schrittweise saniert und restauriert.

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