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Hasefriedhof

Der Hasefriedhof ist neben dem Johannisfriedhof einer der beiden ältesten Friedhöfe der Stadt. Der über 200 Jahre alte historische Friedhof liegt zwischen Bramscher Straße und Süntelstraße und umfasst etwas 105.000 Quadratmeter. Bei der Eröffnung im Jahr 1808 lag der Friedhof am Stadtrand, um die hygienisch sichere Bestattung der Toten außerhalb der Wohnbereiche sicherzustellen und damit der auftretenden Seuchengefahr, die von den überfüllten Kirchenfriedhöfen ausging, entgegenzuwirken. Eingeweiht wurde der Hasefriedhof mit der Beerdigung des Justizkanzleidirektors Dr. Friedrich August Lodtmann am 21. März 1808.

Der Grundriss des Friedhofes wurde in dem sich als zweckmäßig erwiesenen Grundschema eines Quadrates abgesteckt. Aufgrund des schiefwinkligen Straßenverlaufs entstand die heute noch vorzufindende Trapezform des Friedhofes. Anhand der zeitlich gestaffelten Abteilungen kann der Besucher des Hasefriedhofes sehr eindrucksvoll den Vorstoß größerer gärtnerisch-gestaltender Planungen bis hin zu kleineren landschaftlichen Gestaltungstendenzen nachvollziehen. Besonders beeindruckend ist der alte Baumbestand, der auf den Planungen der Landschaftsarchitekten Hackländer und Lehmann von 1897 beruht. In der zweiten Abteilung befindet sich die denkmalgeschützte Kapelle, die im Jahre 1866 errichtet wurde. Der achteckige Sandsteinbau wurde 2007 komplett renoviert. Ein großer Teil der Grabmale wurde unter Denkmalschutz gestellt und bleibt an Ort und Stelle erhalten. Viele bekannte Osnabrücker Familien wie Abeken, Pagenstecher, Stüve oder Thieling fanden hier ihre letzte Ruhestätte. An der Westseite der dritten Abteilung befindet sich das Denkmal für die Gefallenen des deutsch-französischen Krieges 1870/71.

Der Hasefriedhof zählt nicht mehr zu den aktiven städtischen Friedhöfen, da dort keine Bestattungen mehr stattfinden. Der parkähnliche Charakter und der besondere Charme der Anlage laden bereits jetzt zum Ausruhen und Entspannen ein und bietet dem Besucher Einblicke in 200 Jahre Bestattungskultur. Offiziell wird der Hasefriedhof zum 31. Dezember 2015 als Ort für Bestattungen entwidmet, um dann den Besucher als grünes Kleinod inmitten der Stadt zu erfreuen. Sehr interessant sind die Führungen, die regelmäßig angeboten werden.

Weitere Informationen:
Hasefriedhof
Bramscher Straße, 49088 Osnabrück

Busverbindung: Linie 41/541, 81, 82, 581/582/583/584 - Haltestelle: Hasefriedhof

Parken: im Straßenraum möglich

Johannisfriedhof

Genau wie der Hasefriedhof wurde auch der Johannisfriedhof im Jahr 1808 errichtet und zählt daher mit seinen über 200 Jahren zu den historischen Friedhöfen in Osnabrück. Die Größe des Johannisfriedhofes umfasst etwa 66000 Quadratmeter, die sich auf fünf symmetrisch gegliederte Abteilungen verteilen. Beisetzungen finden hier bereits seit 1. Januar 1996 nicht mehr statt. Der Johannisfriedhof wird ebenso wie der Hasefriedhof zum 31. Dezember 2015 entwidmet und steht danach weiterhin als Park für Erholung und Entspannung zur Verfügung.

Ein Bombenopferfeld für Gefallene des Zweiten Weltkriegs befindet sich in der ersten Abteilung. In der fünften Abteilung liegt das Ehrenfeld der Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg. Alte, hohe Bäume und Sträucher und gepflegte Anlagen vermitteln die Osnabrücker Liebe zum Grün und die Würde der Toten. Die alten Gräber spiegeln die Osnabrücker Stadtgeschichte wider. Der Besucher kann bekannte Namen, wie Heckermann, Wüste, Gustav Tweer oder Mathias Wiemann entdecken. Unterhalb der vierten Abteilung befindet sich der alte jüdische Friedhof (2.280 Quadratmeter). Auch dieser wird von der jüdischen Gemeinde Osnabrück selbstständig verwaltet und unterhalten. Er bietet ebenfalls interessante Einblicke in die Osnabrücker Friedhofskultur.

Weitere Informationen finden Sie auch unter:
www.hasefriedhof-johannisfriedhof.de

Weitere Informationen:
Johannisfriedhof
Iburgerstraße 54, 49082 Osnabrück

Busverbindung:

Line 51/52 - Haltestelle: Johannisfriedhof oder  Magdalenenstraße
Linie 21, 53, 61/62 - Haltestelle: Lutherkirche

Parken: im Straßenraum möglich

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