Das dachten sich wohl auch die ersten Europäer, als sie von exotischen Tieren und Pflanzen im neu entdeckten Amerika zu berichten wussten. Sie brachten die ersten fremden Arten nach Europa. Könige und Fürsten waren von den neuen Formen und Farben begeistert und begannen, große Sammlungen anzulegen.
Je zahlreicher und exotischer die Tiere und Pflanzen an ihren Höfen waren, desto mehr Ansehen genossen sie bei anderen Adelshäusern. Im Laufe der Zeit begannen auch Nichtadelige exotische Tiere und Pflanzen zu sammeln, die in vielerorts entstehenden Garten- und Parkanlagen eine neue Heimat fanden.
Noch heute sind diese Grünflächen in unseren Städten die Lebensräume, in denen Neobiota dominieren. Bei genauer Betrachtung ist man oft überrascht, wie viele Arten eigentlich „Neubürger“ sind! Eigentlich dachte man, es gäbe sie hier schon seit Ewigkeiten.