Seit geraumer Zeit wurde das Problem der gebietsfremden Arten auch von der Wissenschaft erkannt und aufgegriffen. Viele Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass neben der Änderung der Landnutzung die Zuwanderung oder die bewusste Einführung gebietsfremder Tier- und Pflanzenarten und Mikroorganismen die weltweit größte Bedrohung der Artenvielfalt darstellt. Auch wirtschaftliche Schäden und gesundheitliche Gefahren durch Aliens nehmen ständig zu.
Deshalb versucht man jetzt geeignete Strategien zu entwickeln, die die Verschleppung von Arten in fremde Ökosysteme eindämmen oder ver-hindern. Die „Biologische Schädlingsbekämpfung“ entwickelt Methoden, mit denen besonders invasive Arten, die auch wirtschaftliche Schäden verursachen können, in ihrer Ausbreitung oder ihrem Wachstum eingedämmt werden können.
Für Populationsbiologen und Ökologen sind die gebietsfremden Arten jedoch noch aus einem ganz anderen Grund interessant und spannend: sie studieren - quasi in Echtzeit – die Mechanismen der Ausbreitung und Etablierung von „neuen“ Arten und die Reaktion der bereits vorhandenen Arten in diesen Ökosystemen.
Wie funktioniert die Ausbreitung und warum? Welche weiteren „neuen“ Arten gibt es? Was sagen namhafte Wissenschaftler zum Neobiota-Problem? Werden Sie zum „Alienforscher“ in unserem Forscherzimmer.