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Der Kupferschatz von Osnabrück

Im Juni 2016 wurde bei Bauarbeiten in Osnabrück-Lüstringen ein Ensemble aus kupfernen Schmuckstücken und einer Kupferaxt entdeckt, das in dieser Zusammensetzung und diesem Umfang in Deutschland einmalig ist. Das Kulturgeschichtliche Museum zeigte vom 16. Dezember bis 15. Januar 2017 diesen besonderen steinzeitlichen Hortfund. Er besteht aus einer Ansammlung von kupfernen Schmuckstücken und einer Kupferaxt – insgesamt einer der ungewöhnlichsten und ältesten Schatzfunde Norddeutschlands. Die Stadt Osnabrück zeigt diesen Kupferschatz in unrestauriertem Zustand – so, wie sie bei der Entdeckung vor knapp sechs Monaten aus dem Boden kamen.

Stadt- und Kreisarchäologe Bodo Zehm blickt auf den Kupferschatz von Osnabrück. Foto: © Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde
Stadt- und Kreisarchäologe Bodo Zehm blickt auf den Kupferschatz von Osnabrück. Foto: © Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

Schon vor 8.000 Jahren wurden im ungarischen Karpatenbecken und in Vorderasien hochwertige kupferne Schmuckstücke, Geräte und Waffen hergestellt. Um 4.000 v. Chr. erreichten einige dieser Produkte über weitreichende Handelsverbindungen erstmals auch das nördliche Mitteleuropa. Dort besaßen sie aufgrund ihrer fremdartigen Konsistenz, ihres magisch anmutenden Glanzes und ihrer Seltenheit einen extrem hohen Prestigewert.


Film „Der Kupferschatz von Osnabrück“

Der Film zeigt die Entdeckungsgeschichte des Hortfundes von der Suche mit der Metallsonde bis zu Arbeit in der Restaurierungswerkstat. (Dateigröße 254 MB, WLAN-Verbindung wird empfohlen. Falls der Film auf ihrem Gerät unter diesem Text nicht dargestellt wird, versuchen sie es hier).


In Norddeutschland sind nur wenige Exemplare solcher Luxusgüter bekannt. Zu ihnen gehört auch der Osnabrücker Kupferschatz, der vor über 4.000 Jahren vermutlich als Opfergabe vergraben worden war. Er besteht aus drei kupfernen Schmuckanhängern in Form von Mondsicheln, so genannten Lunulae, und einer Kupferaxt. Die Zusammensetzung dieses Ensembles ist so ungewöhnlich, dass bisher in Deutschland kein vergleichbarer Fundkomplex existiert.

Blick auf das neue Regenrückhaltebecken der Stadtwerke Osnabrück im Randbereich der Haseniederung südlich von Osnabrück-Lüstringen. Dort wurde während der Bauarbeiten ein ungewöhnlich wertvoller Kupferschatz aus der ausgehenden Jungsteinzeit (2.500 – 2.000 v. Chr.) entdeckt. Foto: Hartwig Wachsmann, Osnabrück
Blick auf das neue Regenrückhaltebecken der Stadtwerke Osnabrück im Randbereich der Haseniederung südlich von Osnabrück-Lüstringen. Dort wurde während der Bauarbeiten ein ungewöhnlich wertvoller Kupferschatz aus der ausgehenden Jungsteinzeit (2.500 – 2.000 v. Chr.) entdeckt. Foto: Hartwig Wachsmann, Osnabrück

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