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„Zeit“ für die 16. Osnabrücker Kulturnacht

Die Kulturnacht hat sich längst ihren festen Platz in der regionalen Kunst- und Kulturszene erobert. Am 27. August startet ab 18 Uhr erneut ein vielfältiges Programm, das allen etwas bietet – dieses Mal unter dem Jahresmotto „Zeit“: Zwischen Theater, Felix-Nussbaum-Haus/Kulturgeschichtlichem Museum, Kunsthalle und Dom sind bis nach Mitternacht beeindruckende kulturelle Blickfänge für Jung und Alt zu erwarten.

Kulturnacht no more time

Osnabrücker Künstlerinnen und Künstler, Museen, Kulturzentren, Kirchen, Theater, Initiativen und Vereine präsentieren über 100 Programmpunkte an mehr als über 50 Veranstaltungsorten. Besucherinnen und Besuchern präsentiert sich die breite Palette der hiesigen Kulturszene. Das Highlight auf dem Markt, das bunte Straßenkulturprogramm und die kulturellen wie kulinarischen Angebote von Einzelhändlern runden das Programm ab. Denn die Kulturnacht bietet weit mehr als launigen Zeitvertreib: Es soll nicht nur nach Herzenslust genossen, sondern auch nachgedacht, philosophiert und mitgemacht werden!

Unter dem Motto “no more time?! - eiskalt | brandheiß” wird der Markt vor dem Rathaus zum Schauplatz für eine Raum-Zeit-Installation der ungewöhnlichen Art. Im wärmsten Hochsommer präsentiert sich den Besucherinnen und Besuchern ein aus imposanten Eiswürfeln gebauter Kubus. Sie erleben, wie schutzlos dieser dem Klimawandel und hier speziell der Sommerhitze zum Opfer fällt. Die Frage nach Entwicklungen in unserer Zeit schwebt im Raum. Projektionen auf die dahinschmelzenden Eisflächen mahnen den Klimawandel an. Die Frage nach verbleibenden Chancen für den Klimaschutz steht ebenfalls im Raum.
 
Das Highlight auf dem Markt, gesponsert von Rüdiger Scholz (Rosenhof), beteiligt Osnabrücker Künstler, die unter der Leitung von York Wegener (Glühwürmchen) das Projekt als Experiment umsetzen. Sicher ist: Das Eis wird schmelzen! Die Projektionen von Christian Meyer (e-art-control) werden irgendwann ins Leere laufen. Licht, Wärme und Feuer sind „Knechte” der Erderwärmung. All dies ist „Erderwärmung zum Anfassen“. Bitte näher treten! Noch ist Zeit!?
 

Foto: Joachim Viertel
Foto: Joachim Viertel

„Allerhöchste Zeit“ wird es wenige Meter weiter auf dem Markt. Der Künstler Werner Kavermann schafft mit dem Forscher- und Künstlerhaus “High Time” einen Kunstraum mit performativen Elementen und koppelt ein Forscherhaus mit einem Künstlerhaus. Der Forscher wie auch der Künstler spürt Zusammenhänge des aktuellen Zeitgeschehens auf, um sie der Gesellschaft nutzbar zu machen. Der Klimawandel wird aus Sicht des Künstlers betrachtet und in Form eines Klimahauses auf Stelzen mit Performance präsentiert. Der Klimaforscher mahnt, dass die Zeit knapp wird, Entscheidungen zu treffen sind, um einer globalen Katastrophe zu entkommen. Ein aktuelles Thema unserer Zeit: Was haben wir in der Vergangenheit für unsere Zukunft getan? Zu sehen sind verschiedene Objekte aus Ton und Holz, die sich unter anderem mit dem Verhältnis des Menschen zur Welt und dem Klimawandel beschäftigen. Integriert in das Objekt sind Filmprojektionen und Sound. 

Verschiedene „Zeit-Räume“ präsentieren die Vielfalt des Themas: Im Stadtgalerie-Café ermöglicht die Ausstellung „Hochge.n.adelt“ der Textilkünstlerin Eva Dankenbring jedem Besucher Teil eines langsamen Entstehungsprozesses einer großformatigen, textilen Bilderfläche zu werden. Die raumumspannende, textile Bilderfläche verändert sich durch die Mitarbeit der Besucher. Als Basis der Arbeit dienen die vorgezeichneten Gesichtsprofile der Stadtgalerie-Mitarbeiter. 

In der Galerie hase29 zeigt die Klasse Henk Visch der Kunstakademie Münster „Ein Versuch sich zu einigen“. Der künstlerisch gestaltete Raum wird in der Vorbereitungsphase in einem fortwährenden Prozess einer Metamorphose (oder Verwandlung) unterzogen. Der veränderte Raum wird den Besuchern als Ausstellung zugänglich. Teil der Präsentation ist eine Videodokumentation zum Verwandlungsprozess, so dass für die Besucher nachvollziehbar ist, was zu dem Ist-Zustand geführt hat. 

In der Galerie Große Gildewart 31A präsentiert die Autorin Sabina Ide von 18 bis 21 Uhr die „NoTimeForLiterature“-Performance („Keine Zeit zum Schreiben“-Performance). Ide sitzt mitten in den Ausstellungsräumen der Künstler Jürgen Wendt und Ismail Iluocak und schreibt. Was auch immer. Nach drei Stunden ist Schluss. Was, wenn ihr in der kurzen Zeit nichts einfällt? Dann wird es still… 

Im Kunstquartier des BBK zeigt der österreichische Künstler Johannes Angerbauer verschiedene Arbeiten zum Thema Gold. Johannes Angerbauer nutzt seit 1996 die Analogien „Gold" und „Zeit" in seinem künstlerischen Werk. Das extraterrestrische Material „Gold" überdauert alle Zeit, es kann nicht vermehrt oder synthetisch hergestellt werden. Dies bedeutet, dass das sich im Umlauf befindliche Gold mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits verschiedene Transformationsprozesse durchlaufen hat. Das Intervision-Studio, Temporäre Galerie für Fotografie und angrenzende Richtungen, zeigt eine Gruppenausstellung mit zwölf Künstlerinnen und Künstlern aus Berlin, Hamburg und Osnabrück zum Thema „Zeit. Fotografien und Film“. 

Im Kunstraum-Atelier in der Alten Werkstatt präsentiert der Künstler Günter Grobel seine farbintensiven Arbeiten, die er als Widerschein auf die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche unserer Zeit versteht. Der Künstler Alois Thomas beschäftigt sich in seiner Malerei mit dem, was zurzeit stattfindet und uns alle angeht: todbringende Flucht und Angst.

Die Kunsthandlung – Buchbinderei Duhme zeigt die farbintensiven Objektmalereien von Christiane Gollmer, die die Zeitspirale von Leben und Vergänglichkeit wiedergeben, und die durch üppige Farb- und Formgebungen bestechenden Werke von Wenzislav Illiev.
 
Das Atelier Myl wird zum „ZeitZeiger“. Der Osnabrücker Künstler, Ausstellungsmacher und Sammler Heinz-Jürgen Myl unternimmt einen weiten Schritt, eine Verbindung zwischen seiner Uhrensammlung und dem historischen Atelierort zu leisten.
 
In der Hegerstraße 31/32 zeigt die Ausstellung „Osnabrück auf der Höhe der Zeit“ eine Druckdemonstration von Reinhard Klink, dessen neue Radierung auf humorvolle Art die Entwicklung vom alten zum modernen Osnabrück thematisiert.
 
„Zeit zum Entspannen!“ bietet der Freiraum Osnabrück in der Große Gildewart 35. Kleine Geschichten zum Nachdenken und kurze Erfahrungseinheiten in Entspannungstechniken, Tanz, Achtsamkeit, Tai-Chi, Qi Gong und Yoga sorgen für Entschleunigung.
 
Auch in dem historischen Wehrturm Bürgergehorsam oder der „Halle 13” in der Nobbenburger Straße präsentieren sich Osnabrücker Künstlerinnen und Künstler mit Beiträgen zum kulturellen Jahresschwerpunktthema und präsentieren „Mode, Kunst und Photographie im Wandel der Zeit“ zum Thema Veränderung und Konstanten.
 
Auch die Stadtbibliothek hebt mit „Beam me up" - eine Odysee durch die unendlichen Welten der Bibliothek ab  - und ermöglicht einen Blick  in die zukünftige Zeit zwischen Marsrovern und Zukunftshelden.
 
Der Countdown läuft! 15 - 14 - 13 - … Was unmöglich scheint, zeigen die Kürzestfilme in den Fenstern der Stadtbibliothek. Sie erzählen in nur 15 Sekunden, acht unterschiedlichen Kameraeinstellungen und ohne Ton eine komplette Geschichte. Der Beste wird im Oktober beim Jugend-Medien-Wettbewerb des Medienzentrums und Fokus e.V. prämiert.
 
Im Akzisehaus können sich Besucherinnen und Besucher auf Spurensuche begeben: „Tempus fugit – Der flüchtigen Zeit auf der Spur“. Nach dem Muster einiger historischer Zeitmesser aus dem Bestand des Museums können eigene Sonnenuhren gebaut werden. Es entstehen Geräte, die die wahre Ortszeit angeben. Jedenfalls, sobald die Sonne wieder scheint.
 
Das Kulturgeschichtliche Museum verschafft Jung und Alt einen Einblick in vergangene Jahrhunderte zum Thema „Leinen“. Das Jahr war früher von den Zeiten der Aussaat, der Pflanzenpflege, der Ernte und der Verarbeitung des Flachses geprägt. Das Flachsfeld auf dem Museumsareal erinnert an diese Zeit.
 
Natürlich ist auch Zeit für Musik: Johanna-Maria Weglage am Saxophon und das „Markus Kröger Jazz Trio“ lassen „timeless music“ auf dem Forum am Dom erklingen. Im Dom selbst werden Orgelfugen von Bach über Liszt bis heute, alles unter dem Motto „Tempus Fugit – Es ist Fugenzeit“, präsentiert.
 
In St. Marien spielt das Orchester „pro musica Osnabrück“ Werke von Bach, Mozart und als Beitrag zum Thema „Zeit“ die Symphonie „Die Uhr“ von Haydn.

Musikalisch etwas ernstere Töne kommen aus der psychosozialen Krebsberatungsstelle. Unter dem Motto “Derzeit voraus“ singen Johannes Eidt und Dr. Wolfgang Heese selbstverfasste Texte über beklagenswerte Missstände unserer Zeit.
 
Auch die kleinsten Kulturnachtgäste kommen zu ungewohnter Stunde voll auf ihre Kosten. So führt das Figurentheater den Froschkönig auf, und die Katholische Familienbildungsstätte bietet auf dem Domplatz bereits tagsüber anlässlich ihres 60-jährigen Jubiläums viele Mitmachaktionen für die ganze Familie.
 
Das Bistumsarchiv öffnet für Interessierte seine Pforten. Es bietet sich den Besucherinnen un d Besuchern die Gelegenheit, den Umgang mit der „Zeit“ im Laufe der Jahrhunderte anhand von alten Urkunden aus dem Diözesanarchiv genauer anzusehen. In der Domsakristei wird Interessantes zur Turmuhr erklärt: „Alles hat seine Zeit“.
 
Das gesamte Programm der Kulturnacht mit allen Programmpunkten, Uhrzeiten und Veranstaltungsorten findet sich auf der Website der Stadt Osnabrück unter www.osnabrueck.de/kulturnacht nicht nur als druckfreundliche Datei, sondern steht auch als App für Smartphones zur Verfügung: alle Programmpunkte sortierbar nach Ort, Genre oder Zeit auf einen Blick. Für Menschen mit Behinderung findet sich auf der Website auch eine druckfähige Version mit entsprechenden Hinweisen zu den einzelnen Veranstaltungsorten.
 
Für alle, die lieber die klassische Variante in der Hand halten möchten, gibt es den gedruckten Programmfolder im Kulturhaus am Heger Tor (Marienstraße 5/6), in der Tourist-Information, in der Rathaus-Information und in vielen anderen Einrichtungen. Die Veranstaltungen sind im Programmfolder in farblich markierten Blöcken rund um die Kunsthalle, den Dom, das Theater, das Museumsareal und das Heger Tor angeordnet.

Veranstalter des Programms ist die Stadt Osnabrück in Kooperation mit den kulturellen Institutionen der Osnabrücker Innenstadt. Für alle Veranstaltungen der Kulturnacht ist der Eintritt spätestens ab 18 Uhr frei. Weitere Informationen zur Osnabrücker Kulturnacht gibt es per E-Mail kulturnacht(at)osnabrueck.de, Telefon 0541 323-2292.

Kulturnacht A3 Plakat
Kulturnacht blick marktplatz omt 595

www.osnabrueck.de

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