Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Kulturerbe-Siegel

Europäisches Kulturerbe-Siegel

Offizielle Enthüllung des Kulturerbesiegels. © Angela von Brill
Offizielle Enthüllung des Kulturerbesiegels. © Angela von Brill

Was hat das Osnabrücker Rathaus mit dem vereinten Europa des 21. Jahrhunderts zu tun? Sehr viel! Dies findet auch die Europäische Kommission, die den Rathäusern in Osnabrück und Münster das Europäische Kulturerbe-Siegel als „Stätten des Westfälischen Friedens“ verliehen hat.

Mit dem Siegel werden Orte ausgezeichnet, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte Europas gespielt haben. Der in den Rathäusern von Osnabrück und Münster auf dem Verhandlungswege geschlossene Westfälische Frieden legte erste Grundlagen für eine europäische Staatengemeinschaft. Die Friedensverträge entwickelten sich zu einer Säule internationaler Beziehungen, die noch heute von großer Bedeutung sind. Zudem wurde in Osnabrück eine besondere, deutschlandweit einmalige, Errungenschaft vereinbart. Die alternative Sukzession bestimmte eine abwechselnde Amtsfolge von evangelischen und katholischen Fürstbischöfen, die bis 1803 bestand hatte.

Am 15. April haben Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und sein Münsteraner Amtskollege Markus Lewe das Siegel in der Bibliothek Solvay in Brüssel im Rahmen der offiziellen Verleihung entgegengenommemn. 

Die Europäische Kommission legte bei ihrer Entscheidung besonders Wert darauf, dass der europäische Gedanke auch heute noch eine besondere Rolle spielt und insbesondere das Bewusstsein junger Menschen für eine europäische Identität gestärkt wird. „Im 17. Jahrhundert verhandelten die höchsten Repräsentanten Europas in unserem Rathaus. Heute ist es für jeweils ein Jahr die Wirkungsstätte von jungen Städtebotschaftern aus unseren europäischen Partnerstädten. Mit dem bundesweit einmaligen Konzept der Städtebotschafter und vielen Europaschulen ist Osnabrück eine europäische Kommune“, erläutert Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Aber auch kulturelle Aktivitäten wie das European Media Art Festival oder die Mitgliedschaften Osnabrücks in grenzüberschreitenden Zusammenschlüssen wie der Euregio befördern den europäischen Einigungsprozess.“

Neben dem religiösen Toleranzgedanken ist aber auch der Gedanke des Ausgleichs und des ausgehandelten Kompromisses ein maßgebliches Ergebnis des Westfälischen Friedenschlusses. „Beide für die europäische Geschichte so entscheidenden Errungenschaften“, betont der Oberbürgermeister, „sind für die Friedensstadt Osnabrück auch heute Auftrag und Verpflichtung. Die Stichworte und Handlungsfelder hierzu sind Dialog und Teilhabe, Interkulturalität und Interreligiösität. In zahlreichen überregional wirksamen Aktivitäten und Veranstaltungsformaten wird diese Kultur gepflegt und weiterentwickelt“.

Ende des Jahres 2013 hatte die deutsche Kultusministerkonferenz die gemeinsame Bewerbung der Städte Osnabrück und Münster neben dem Hambacher Schloss auf die nationale Vorschlagsliste für das Europäische Kulturerbe-Siegel gesetzt.

Eine Experten-Jury wählte aus den 36 Nominierungen aus 18 Mitgliedsstaaten letztlich 16 Stätten aus zehn europäischen Ländern aus und empfahl sie für das Siegel. Die Europäische Kommission ist nun am 10. März dieser Empfehlung gefolgt.

Sehen Sie hier alle Beiträge der Preisverleihung vom 15. April in Brüssel:

Logo Rathaus EKS

Osnabrück und Münster


Athen


Barcelona


Cerkno


Coimbra


Chazelles


Cluny


Danzig


Kaunas


Lissabon


Lublin


Madrid


Neustadt


Sopron


Trient (Trento)


Warschau



www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2016: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen