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Die 17. Osnabrücker Kulturnacht hat das „Wort“

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In der 17. Osnabrücker Kulturnacht am Samstag, 26. August, dreht sich thema-tisch alles um das Thema „Wort”. Foto: Stadt Osnabrück, Theresa Titré
Kulturnacht Maik Reishaus 2016
Kulturnacht 2016; Foto: Mark Reishaus

Überblick über die vielschichtige Kulturszene der Stadt

In der 17. Osnabrücker Kulturnacht am Samstag, 26. August, dreht sich thematisch alles um das Thema „Wort” – angelehnt an das Jubiläum „500 Jahre Reformation“. Doch mit einem Wort lässt sich die Kulturnacht mit ihren zahlreichen kulturellen Blickfängen für Jung und Alt schon längst nicht mehr beschreiben.
 
Sprichwörtlich – wie auch im Sinne des Wortes – kommen ab 18 Uhr Museen, Kulturzentren, Kirchen, Theater, Kunstschaffende, Initiativen und Vereine mit über 100 Programmpunkten an mehr als 50 Veranstaltungsorten zu Wort und geben den Besuchern einen Überblick über die vielschichtige Kulturszene der Stadt. „Die Kulturnacht wird von vielen sehnsüchtig erwartet“, sagt Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Sie ist ein Höhepunkt im Jahr und seit 17 Jahren weit über Osnabrück hin bekannt.“ Ein bunt gemischtes Straßenkulturprogramm und die kulturellen wie kulinarischen Angebote vieler Einzelhändler runden diese Nacht ab.
 
Auf dem Markt erwartet die Besucher das Projekt „Die unendliche Bibliothek“ des Georgsmarienhütter Schauspielers Ruben Zumstrull, das das Werden und Vergehen der Worte als ewigen Kreislauf verbildlicht. Umgeben von Baumstämmen reflektiert der Schauspieler mit seinen Texten in einem Lese-Loop das Wesen der Literatur als einen kontinuierlichen Prozess der Entstehung und Verdrängung.
 
Die bearbeiteten Baumstämme stammen von dem Osnabrücker Künstler Volker-Johannes Trieb: große wie kleine, gerade wie gekrümmte Baumstämme, in deren Aussparungen Bücher auf Stahlseile gespannt sind. Sie sind real, aber nicht nutzbar – alles könnte in ihnen stehen – ein Bild der Unendlichkeit. Darüber breitet sich wie eine schützende Hand ein leuchtender Laserteppich der Firma Lightline aus. Die Mischung aus Installation und Lesung zum Thema Natur bietet nicht nur einen Sitzplatz für die Zuhörer, sondern bildet auch einen umhegten Raum, dessen Materialität die Inhalte spiegelt, die in ihm zur Sprache kommen.
 
„Wir ermutigen alle Künstler unseren Themenschwerpunkt aufzugreifen“, erläutert Patricia Mersinger, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur. „Wir freuen uns sehr, dass viele unserer Bitte gefolgt sind.“ Neben dem zentralen Projekt auf dem Markt, widmen sich viele andere Programmpunkte dem Themenschwerpunkt „Wort“: Wortwörtlich nimmt es die Autorin Sabina Ide mit ihrem „Wortstück” im Atelier in der Alten Werkstatt in der Lohstraße, ebenso wie das Schauspielduo „Herr Geese und Frau Habucht“, das in der Stadtbibliothek Osnabrück alles weiter spinnt, was von den Besuchern geliefert wird, bis hin zu den Wortspielen rund um die Friedensstadt beim KAOS Verein in der Lohstraße oder wenige Schritte weiter die mehrsprachige Lesung von Geflüchteten und internationalen Gästen im StadtgalerieCafé.
 
Für die Jüngsten, aber nicht nur für sie, laden traditionell das Figurentheater in der Kleinen Gildewart zu wortreichen Abenteuern. Der rollende Musikwagen der städtischen Musik- und Kunstschule lädt zum Lauschen von Klanggeschichten an verschiedenen Spielorten ein.
 
Auch eine Vielzahl an Ausstellungen nehmen das aktuelle Motto beim Wort, so zum Beispiel die Fotoreihe „words“ im Intervision Studio in der Lohstraße, die Ausstellung in Bild und Schrift von Henning Heigl und Masha Ananieva im Kunstquartier des Bundes Bildender Künstler in der Bierstraße oder auch eine Ausstellung zu Osnabrück im Zeitalter der Reformation im Kulturgeschichtlichen Museum, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Carolinum entwickelt wurde. Mit der Emotion des Wortes im Sinne der Muttersprache befassen sich hingegen die Arbeiten der Sprachlernklasse des Gymnasiums Carolinum im Kreuzgang des Doms, und auch auf dem Domvorplatz sind es Schüler aus Stadt und Landkreis Osnabrück, die ihre Forderungen und Vorstellungen einer gemeinsamen, lebenswerten Zukunft wörtlich auf 50 Thesentüren „nageln“.

Doch auch musikalisch wird das Kulturnachtsthema „zur Sprache gebracht”, zum Beispiel in der Kleinen Kirche neben dem Dom, wo sich die Kirchenmusik dem „Wort, das trägt” widmet. Im Anschluss präsentieren die Pianistin Viola Mokrosch und die Sopranistin Helen Katja Rothfuss das Wort „Liebe” humorvoll und leidenschaftlich in Wort und Ton. Die mehrstimmige Vertonung von Bibelworten des Osnabrücker Jugendchors im Dom, das Konzert des Orchesters „pro musica” in St. Marien unter dem Motto „Musik kann Sprache ohne Worte sein” und das traditionell abschließende Orgelkonzert mit Carsten Zündorf in St. Marien sind weitere musikalische Darbietungen.
 
Alle, die das geballte Kulturprogramm bis dahin eventuell sprachlos gemacht hat, die aber immer noch nicht genug haben, können abschließend – ohne große Worte! – in der Lagerhalle die Kulturnacht tanzend beenden.
 
Veranstalter des Programms ist die Stadt Osnabrück in Kooperation mit den kulturellen Institutionen aus der Stadt und dem Osnabrücker Land. Der Programmfolder mit allen Programmpunkten, Uhrzeiten und Veranstaltungsorten der Kulturnacht ist im Kulturhaus am Heger Tor (Marienstraße 5/6), in der Tourist-Information, an der Rathaus-Information und in vielen anderen Einrichtungen erhältlich.
 
Neu ist in diesem Jahr eine Smartphone-App mit allen Programmpunkten und weiterführenden Informationen, die in den App-Stores kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung steht. Die Entwicklung der App ist eine Kooperation mit der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück.
 
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an das Team der Osnabrücker Kulturnacht per E-Mail an kulturnacht(at)osnabrueck.de oder per Telefon an 0541 323-2292.

Zum Herunterladen


www.osnabrueck.de

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