Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Hauptinhalt

Treffen des ''Forums Kriegskinder und Kriegsenkel'' in der Villa Schlikker

Das „Forum Kriegskinder und Kriegsenkel“ trifft sich seit 2010 im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück, um in einem Dialog zwischen der Generation der Kriegskinder (Jahrgänge 1927 bis 1947) und deren Kindern, den „Kriegsenkeln“, den offenen und verdeckten Spuren des Zweiten Weltkrieges in den Familien nachzuspüren. Das Forum bietet so als öffentliche Plattform die Möglichkeit, die „langen Schatten“ von Krieg und Nazidiktatur gemeinsam zu überwinden.

Das „Forum Kriegskinder und Kriegsenkel“ trifft sich regelmäßig an jedem zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr.

Die Termine des Forums Kriegskinder und Kriegsenkel sind im Jahr 2017: 10. Januar, 7. Februar, 14. März, 9. Mai, 13. Juni, 8. August, 12. September, 17. Oktober, 7. November und 5. Dezember.

Der Eintritt ist frei.



„Anne Frank, Osnabrücker Juden in den Niederlanden und Hans Calmeyer“ - Vortrag und Diskussion im Rahmen der Ausstellung „Deine Anne“

Der Osnabrücker Jurist Hans Georg Calmeyer (1903-1972); Fotografie, 1920er Jahr; © Niedersächsisches Staatsarchiv, Standort Osnabrück
Der Osnabrücker Jurist Hans Georg Calmeyer (1903-1972); Fotografie, 1920er Jahr; © Niedersächsisches Staatsarchiv, Standort Osnabrück

Im Vortragssaal des Kulturgeschichtlichen Museums findet am Dienstag, 14. März, die Veranstaltung „Anne Frank, Osnabrücker Juden in den Niederlanden und Hans Calmeyer – Schicksale mit vielen Verbindungen“ mit anschließender Diskussion statt. Der Eintritt ist frei!
 
Anne Franks bitteres Schicksal ist bekannt. Dass auch viele jüdische Familien aus Osnabrück vor den Nazis in die Niederlande flohen und mit der Familie van Pels eine dieser Familien gemeinsam mit den Franks im Hinterhaus in Amsterdam untertauchte, wissen nur wenige. Und dass der Osnabrücker Anwalt Hans Calmeyer durch falsche Abstammungsentscheidungen vielen Jüdinnen und Juden in den Niederlanden das Leben retten konnte, darunter Anne Franks beste Freundin, wissen noch weniger. Calmeyer wurde posthum von der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt.
 
An dem Abend referieren: Dr. Mathias Middelberg, Bundestagsabgeordneter und Autor des Buches „‚Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?‘: Hans Calmeyer – ‚Rassereferent‘ in den Niederlanden 1941-1945“; Martina Sellmeyer, Co-Autorin des Buches „Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Entrechtung, Vertreibung, Vernichtung. Juden in Osnabrück 1900-1945“ und Dr. Christoph Spieker, Leiter des „Geschichtsorts Villa ten Hompel“ in Münster. Die Moderation übernimmt Dr. Thorsten Heese, Kurator für Stadtgeschichte am Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtlichen Museum.
 
Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“. Das vom Anne Frank-Zentrum in Berlin entwickelte und von der Klosterkammer Hannover geförderte Ausstellungsprojekt informiert über das Schicksal Anne Franks, erinnert an den Holocaust und animiert zu einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus. Über den Kontakt Anne Franks mit der in die Niederlande emigrierten Osna-brücker Familie van Pels besteht zudem ein direkter Bezug zur Region.
 
Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 23. April im Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück zu sehen. Ausstellungsbegleitungen von Schulklassen und Jugendgruppen durch gleichaltrige „Peer-Guides“ können gebucht werden unter: Telefon: 0541 323-2560, E-Mail: museum(at)osnabrueck.de.


Haben wir wieder „Weimarer Verhältnisse“?

25. April, 19 Uhr

Vortrag von Rainer Bendick
In Zusammenarbeit mit Pax Christi Osnabrück

In der Weimarer Republik stand die junge, noch ungefestigte erste deutsche Demokratie von Beginn an unter großem Druck. Die Formen der Radikalisierung erreichten bürgerkriegsähnliche Zustände, die den Aufstieg der nationalsozialistischen Diktatur begünstigten. Drohen uns heute, mit der Renaissance einer neuen Rechten, wieder „Weimarer Verhältnisse“? Sind die Demokratien von Weimar und Berlin vergleichbar? Der Referent liefert seiner Analyse der Weimarer Zeit Denkanstöße für die Gegenwart.


Persönliche „Archäologie“ – auf NS-Spurensuche im eigenen Ich

Dienstag, 9. Mai, 19 Uhr

Diskussionsabend, moderiert von Thorsten Heese und Franz-Josef Lotte
In Zusammenarbeit mit Pax Christi Osnabrück

Auf der Suche nach den Prägungen in der eigenen Kindheit und Erziehung sowie in den wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten wird nach verdeckten Strukturen gefahndet. Wieviel unreflektierte NS-Ideologie lebt in jedem Einzelnen von uns fort, ohne dass wir es bemerken? Können, indem Strukturen im eigenen Lebensfeld erkannt und durchschaut werden, Handlungsmöglichkeiten zurückgewonnen und Ohnmachtsgefühle gegenüber Fremdenfeindlichkeit und rechten Tendenzen überwunden werden?

Kontakt:

Dr. Thorsten Heese
Telefon: 0541 323-4435
(nur montags und mittwochs)
heese(at)osnabrueck.de


www.osnabrueck.de/kgm

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2015: Stadt Osnabrück

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen