Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation Direkt zur Sucheingabe

Konversion 

Internationales Team aus Rotterdam und Berlin gewinnt städtebauliches Verfahren

Attraktive Perspektive für die zukünftige Entwicklung des Wissenschafts- und Wohnparks gefunden

Am Freitag, 19. Februar, hat die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Carl Fingerhuth aus Zürich einen Sieger des städtebaulichen Gutachterverfahrens zur Entwicklung eines neuen Wissenschafts- und Wohnparks auf dem etwa 16 Hektar großen Gelände der ehemaligen Scharnhorstkaserne ausgewählt. Vier hochkarätige Entwurfsteams waren im Rahmen einer Entwurfswerkstatt "vor Ort" angetreten, um unter Beteiligung interessierter Bürger die beste Lösung zu entwickeln.

Der Siegerentwurf von den Städteplanern/Architekten KCAP Kees Christiaanse International B.V., Rotterdam (NL), Markus Appenzeller, mit den Landschaftsarchitekten von STUDIO UC, Berlin, Klaus Overmeyer zeichnet sich insbesondere durch eine unkonventionelle Herangehensweise aus. Das Team stellte ein strategisches Entwicklungskonzept vor, das flexibel umgesetzt werden kann und Gebäudesubstanzen, Topographie und Baufelder auf den Konturen der ehemaligen Militärnutzung geschickt nachzeichnet.

"Das einstimmige Votum spricht für die Qualität des Entwurfs", sagte Oberbürgermeister Boris Pistorius, "der ganz unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird. Das ist wichtig, weil wir uns noch mindestens 10 Jahre mit dem Prozess der Konversion auseinandersetzen werden."

Stadtbaurat Wolfgang Griesert und der Schweizer Juryvorsitzende Prof. Carl Fingerhuth erklärten im Anschluss an die entscheidende Jury-Sitzung: "Das Konzept vermittelt eine richtige Mischung aus urbaner, dem Standort angemessener Dichte. Den öffentlichen Räumen werden denkbare ‚Impulsnutzungen’ zugeordnet. Öffentliche Freiraumqualitäten in höchst unterschiedlicher Form bieten die notwendige Identität für Ansiedlungen verschiedener Art. Kleine, bereits heute sichtbare Orte werden zu Keimzellen städtebaulicher Entwicklungskraft."

Oberbürgermeister Boris Pistorius lobte die hervorragende Zusammenarbeit während des Verfahrens und freute sich über die einstimmige Empfehlung, die nur mit Unterstützung aller politischen Juryvertreter der Stadt Osnabrück ermöglicht wurde. "Das Ergebnis zeigt, dass sich das dialogorientierte Gutachterverfahren bewährt", sagte der OB. "Auf diese Weise konnten Voraussetzungen geschaffen werden, um in die weiteren Planungsschritte einzusteigen und die Realisierung voranzutreiben. Insbesondere freue ich mich darüber, dass auf dieser Grundlage Investitionen ermöglicht werden, die das Areal und damit auch den ganzen Stadtteil beleben. Vorhandene Potenziale, wie zum Beispiel bereits heute ansässige Existenzgründer an der Sedanstraße, werden integriert. Das Konzept bietet durch seine Kleinteiligkeit ein sehr differenziertes Angebot und damit ein Alleinstellungsmerkmal inmitten der Konkurrenz um Wissenschafts- und Wohnstandorte."

"Wir haben sehr viel Wert auf kleinräumige Vernetzung gelegt", erklärten Markus Appenzeller und Klaus Overmeyer. "Außerdem wollten wir mit unserem Entwurf ein möglichst hohes Maß an Flexibilität in den Plan einbauen, um ein städtisches Wohnmilieu mit großzügigen Freiräumen zu schaffen. Außerdem hoffen wir, dass sich auf der Basis unseres Entwurfs das Gelände schnell mit Leben füllt."

Das internationale Team KCAP International B.V., Rotterdam (NL), Markus Appenzeller mit STUDIO UC, Berlin, Klaus Overmeyer erhält für seinen Entwurf ein Honorar in Höhe von 10.000 Euro. Alle Teams, die sich beteiligt haben, erhalten ein Bearbeitungshonorar in Höhe von 8.750 Euro. Die weiteren Teams waren: Prof. Bernhard Winking Architekten, Hamburg, Prof. Bernhard Winking mit WES, Hamburg, Prof. Hinnerk Wehberg; knetemann+partner Architekten, Oldenburg, Christoph Bagge mit Prof. Nagel, Schonhoff + Partner, Hannover, Prof. Christoph Schonhoff, Ahrens + Pörtner Architekten GmbH, Hilter mit lad Martin Diekmann, Hannover. Eingeladen waren diese Teams, weil sie mit zahlreichen anderen Planungen im In- und Ausland bewiesen haben, dass sie die Aufgabe in Osnabrück bewältigen können.  

Die Jury setzte sich zusammen aus:  Prof. Carl Fingerhuth (Städtebauer), Zürich (CH); Prof. Ariane Röntz (Landschaftsarchitektin), Kassel; Prof. Christl Drey (Architektin), Köln;  Wolfgang Griesert (Stadtbaurat), Osnabrück; René Bontemps, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA); Uwe Twent, CDU Fraktion Osnabrück; Ulrich Hus, SPD Fraktion Osnabrück; Jens Meier, Bündnis 90/Die Grünen, Osnabrück; Dr. Thomas Thiele, FDP Fraktion, Osnabrück.

Als Berater waren unter anderem Prof. Dr. Erhard Mielenhausen, Präsident der Fachhochschule Osnabrück und Thomas Sieker, Leiter des Centrums für Umwelt und Technologie, beteiligt.

Zurück   Seitenanfang