Vom 11. bis 14. Mai entwarfen drei Teams aus Architekten und Landschaftsplanern ihre Versionen einer Rahmenplanung für den Hochschulcampus von Universität und Fachhochschule am Westerberg. Teilgenommen haben neben dem Team pbr/Lützow 7 das Team Henk Döll, Atelier voor bouwkunst aus Rotterdam, mit Markus Gnüchtel, GTL Landschaftsarchitekten aus Kassel/Düsseldorf, und das Team Martin Wäschle, Architekturbüro Matern und Wäschle, aus Paderborn mit Prof. Dirk Junker vom Büro Junker+ Kollegen aus Bramsche.
Die Jury sah den Entwurf des Teams pbr/Lützow 7 ganz vorne und empfahl den Hochschulen, diesen als Rahmenplanung weiterzuverfolgen. "Die Entscheidung war wirklich nicht einfach, alle Teams haben in den vier Tagen hervorragende Ergebnisse erarbeitet", sagte die Vorsitzende der Empfehlungskommission, die Städtebauprofessorin Prof. Christl Drey von der Universität Kassel.
Der Entwurf von pbr/Lützow7 sieht die Errichtung des neuen Bibliotheksgebäudes und des Hörsaalgebäudes in einem Carré vor und entwickelt dadurch ein schlüssiges Gesamtkonzept von zentralen Gebäuden, die in ein System aus offenen und geschlossenen Plätzen integriert sind. So entsteht bereits kurzfristig das Bild eines vitalen, lebendigen Campus, ohne dass die übrigen Freiflächen der ehemaligen Kaserne, die vielleicht erst in einigen Jahren baulich entwickelt werden können, das vorgeschlagene Konzept stören. Die zentrale Achse der Barbarastraße wird im Zentrum zu einem zentralen Campusplatz aufgeweitet und führt nach Süden über den Grünzug und den Hof Musenburg zum Hochschulstandort an der Caprivistraße. Sport- und Freiflächennutzungen auf dem angrenzenden Freiraum am Höhenrücken des Westerberges sollen die Hochschulstandorte verbinden und ein Angebot für Studierende aber auch für die benachbarten Quartiere anbieten.
Stadtrat Wolfgang Griesert zeigte sich sehr begeistert von den Entwürfen. Er lobte, dass alle Teams überzeugende Konzepte in sehr kurzer Bearbeitungszeit vorgelegt und eine zukunftsweisende Arbeit für eine identitätsstiftende Weiterentwicklung des Hochschulstandorts am Westerberg, insbesondere für die Freiflächen auf dem Gelände, aufgezeigt hätten.
Auslöser für die Erarbeitung einer langfristigen Entwicklungsperspektive ist die Fläche der ehemaligen Woolwich Barracks, die nach Rückzug der Briten nun für die städtebauliche Neuplanung zur Verfügung stehen.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Osnabrück wird sich mit den Vorschlägen beschäftigen, um die erforderlichen planungsrechtlichen Verfahren durchzuführen.


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