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Kasernen 

Kaserne am Limberg (ehemals Mercer- and Imphal-Barracks) , Dodesheide

Mit 70 Hektar Fläche ist die Kaserne am Limberg im Stadtteil Dodesheide die größte Kaserne der britischen Streitkräfte in Osnabrück. Sie liegt am Südhang des Limbergs und ist durch großflächige Grünanlagen mit weiträumigen Parks und großem Baumbestand sehr landschaftlich geprägt. Die Übergabe der Kaserne fand am 26. März 2009 statt.

Während des Zweiten Weltkrieges befanden sich auf dem Limberg die Teutowerke, die Munition für den andauernden Krieg produzierte. Zeitweise waren hier 1750 Menschen - meist Frauen und ausländische Zwangsarbeiter - beschäftigt, die monatlich rund zehn Millionen Patronen herstellten. Erste weitergehende Untersuchungen haben ergeben, dass es keinerlei – wie zunächst berichtet – Anhaltspunkte für mögliche unterirdische Produktionsanlage gibt. Es gibt lediglich einen unterirdischen Bunker und mehrere verfüllte Luftschutzgräben im südlichen Bereich des Geländes.

1945 besetzten die Briten das Gelände und bauten es als Kaserne um.

Die Kaserne wurde von den britischen Streitkräften als Logistik-Einheit genutzt. Die großen Hallen im Norden und Süden des Geländes boten Platz für Werkstätten und Garagen.
Zusätzlich befanden sich viele Versorgungseinrichtungen auf dem Gelände, zum Beispiel eine Kantine, der Kindergarten, eine Kirche oder die Einrichtungen der Naafi (Navy, Army and Air Force Institution), in denen die Soldaten und ihre Angehörigen zollfrei einkaufen konnten.

Auffallend ist der Bestand an gut ausgestatteten Sportanlagen - es gibt sowohl eine moderne Halle als auch der Kunstrasenplatz im Außenbereich.

Durch die Lage am Stadtrand, dem hohen Anteil an altem Baumbestand, die Ausrichtung am Südhang des Limbergs und die Ausstattung mit neuwertigen Sportanlagen erhält das Areal besondere Prägung. Das Potenzial liegt hier insbesondere in der geplanten direkten Verkehrsanbindung der Konversionsfläche an die Autobahn A 33 in nördlicher und südlicher Verbindung.

Bisherige konzeptionelle Entwürfe empfehlen neben gewerblichen Nutzungen die Stärkung des "Grünen Fingers" Sandbachtal und den Erhalt der besonderen Vegetationssituation mit großflächigen Grünstrukturen, weiträumigen Parks und alten Baumbeständen. Die vorgefundene Situation mit modernen Sporthallen und Sportaußenanlagen macht die Nutzung durch gewerbliche Freizeitangebote sinnvoll. Auch die Bedürfnisse von Gewerbetreibenden werden, unter anderem durch die großen vorhandenen Hallen im Norden, bedient.

Mitte 2010 wird für das Kasernenareal auf Basis des Perspektivplans Konversion ein Rahmenplan für die weitere städtebauliche, verkehrliche, ökologische und freiraumplanerische Entwicklung vorliegen.

In der Zwischenzeit werden einige vorhandene Gebäude und Flächen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zwischenvermietet, zum Beispiel. an Sportvereine oder an eine Hundesportschule.

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