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Afrika, Afrika! Erinnerungen an einen Kontinent

Interkulturelle Sonderausstellung in der Villa Schlikker

13. Mai 2007 bis 15. Juli 2007

Zwischen Osnabrück und der Nordspitze Afrikas liegen 1600 Kilometer Entfernung, bis zum Kap der Guten Hoffnung sind es fast 10000 Kilometer. Was verbindet die Stadt an der Hase trotz dieser Distanzen mit dem zweitgrößten Kontinent der Erde? Um diese Frage zu beantworten, müssen nicht unbedingt die Anfänge der Menschheitsgeschichte betrachtet werden, denn Afrika gilt als die "Wiege der Menschheit". Es existieren darüber hinaus viele Verbindungen, die von Nord nach Süd und umgekehrt verlaufen.

Wer war der erste Afrikaner, der durch die Straßen von Osnabrück gegangen ist? War es vielleicht der "Mohr", den sich der Osnabrücker Bürgermeister Gerhard Schepeler in Hamburg kaufte und der am 18. Mai 1661 in der Katharinenkirche auf den Namen Christian Gerhard getauft wurde? Wer betrat als erster Osnabrücker den afrikanischen Kontinent? War es vielleicht ein Seemann, der in der frühen Neuzeit auf einem holländischen Schiff anheuerte? Oder war es ein Missionar? Oder ein kaiserlicher Kolonialbeamter im 19. Jahrhundert, als Afrika unter den europäischen Kolonialmächten aufgeteilt wurde?

Diesen Fragen versucht das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück in der Ausstellung "Afrika, Afrika! Erinnerungen an einen Kontinent", die vom 13. Mai bis 15. Juli in der Villa Schlikker präsentiert wird, nachzuspüren. Ausgewählte Gegenstände ermöglichen eine Reise in andere Zeiten, aber auch in andere Vorstellungswelten und Kulturen. Die Doppelung "Afrika" im Titel der Ausstellung signalisiert, dass dabei vielfältige Themen und Sichtweisen zur Sprache kommen: Menschen und ihre Geschichten und Schicksale, aber auch die jeweiligen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen, die damit verknüpft sind. Das Spektrum reicht bis in die Gegenwart.

Die Ausstellung sollte besonders bürgernah gestaltet werden. Daher rief das Kulturgeschichtliche Museum Anfang März Interessierte auf, private Gegenstände als Leihgaben zur Verfügung zu stellen, die eine ganz persönliche Geschichte zum Thema "Afrika" erzählen können. Dem Aufruf folgten viele Osnabrückerinnen und Osnabrücker. Eine große Anzahl von Erinnerungsstücken ist so zusammengekommen und steht nun für die Ausstellung zur Verfügung. Ob Herkunft, Urlaubsreise, Austauschprogramm, Beruf, Diplomatie, Geschäftsverbindung oder Mission – es wird sichtbar, wie vielfältig Menschen aus Osnabrück heute mit Afrika verbunden sind.

Die Leihgaben werden durch zahlreiche ausgewählte Stücke aus der über einhundertjährigen Sammlungsgeschichte des Museums ergänzt. So entsteht ein "Musée sentimental", ein Museum der Erinnerungen, das eine ganz besondere Geschichte über Afrika und Osnabrück erzählt.


www.osnabrueck.de/kgm

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