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01.11.2016

Angehende „Peer-Guides“ schnuppern Museumsluft

Kurs des Gymnasiums „In der Wüste“ informiert sich im Kulturgeschichtlichen Museum über das Ausstellungsprojekt „Deine Anne“

„Ich war gleich begeistert, als ich hörte, dass Jugendliche an dem Ausstellungsprojekt aktiv mitarbeiten können“, sagt Monika Wipperfürth, kommissarische Schulleiterin am Gymnasium „In der Wüste“. Mit ihrem Seminarfachkurs „Zivilcourage“ der Jahrgangsstufe 11 hat sie jetzt das Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliche Museum besucht, in dem vom 22. Januar bis 23. April 2017 die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ gezeigt werden wird.

Frank Anne Peerguides.
(Frank Anne Peerguides) Werden zu „Peer-Guides“ ausgebildet: Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums „In der Wüste“ bei einem Vorbereitungstreffen zur Ausstellung „Deine Anne“ im Felix-Nussbaum-Haus. Foto: © Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, Laura Quebe

Die erste Begegnung im Museum diente dazu, dass sich die 15- bis 16-jährigen Schützlinge der Geschichts- und Religionslehrerin mit dem Ausstellungsort sowie dem Konzept des Museums vertraut machen konnten. In einer Führung lernten die Jugendlichen die außergewöhnlichen Kunstwerke und das Schicksal des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum kennen, der wie Anne Frank weltweit bekannt ist. Was die Bilder Felix Nussbaums in der Kunst, das sind Anne Franks Tagebücher für die Literatur. Beide haben Zeugnis von einer Epoche des Terrors abgelegt. Ihr gemeinsames Erbe ist Auftrag und Mittel zugleich, um an die Schrecken des Holocaust zu erinnern und daraus für die Zukunft zu lernen.
 
Das sollen die Schülerinnen und Schüler mit Beginn der Ausstellung im Januar Gleichaltrigen vermitteln. Die Jugendlichen begleiten andere Jugendliche durch die Ausstellung, beantworten ihre Fragen und regen sie zur Diskussion über die eigene Identität, Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage an. „Peer-Guides“ nennt das Berliner Anne-Frank-Zentrum das Konzept, das extra für das Ausstellungsprojekt entwickelt wurde.
 
Die Ausstellung kommt nicht von ungefähr nach Osnabrück, gibt es doch mehrere Bezüge zur Stadt. So teilte sich Anne Franks Familie das Amsterdamer Versteck mit der in die Niederlande emigrierten Osnabrücker Familie van Pels. Und Anne Franks beste Freundin, die heute 88-jährige Jaqueline van Maarsen, verdankt ihr Überleben des Holocaust dem Osnabrücker Hans Georg Calmeyer. Als Referent der „Entscheidungsstelle für Zweifelsfragen der Abstammung“ verschaffte der Jurist vielen gefälschte Papiere, die ihr Leben retteten. Calmeyer wurde posthum von der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt.
 
An dem Ausstellungsprojekt können sich auch noch andere Schulen beziehungsweise Schulklassen sowie Jugendgruppen in Stadt und Landkreis Osnabrück beteiligen. Interessierte wenden sich bitte an den Museumspädagogischen Dienst Osnabrück, Ralf Langer, Telefon: 0541 323-2064, E-Mail: langer(at)osnabrueck.de.



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