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Grundwassersanierungen

Im Stadtgebiet Osnabrück finden derzeit 16 aktive Grundwassersanierungen durch die jeweiligen Verursacher (Handlungsstörer) oder deren Rechtsnachfolger statt. Eine Grundwassersanierung erfolgt durch die Stadt Osnabrück im Zuge der Ersatzvornahme.

Bei den Sanierungsflächen handelt es sich um ehemalige beziehungsweise noch existierende Betriebe oder Betriebsstandorte, wo aufgrund der Lagerung von oder dem Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sowie aufgrund von Havarien oder Kriegseinwirkungen, Schadstoffe in das Grundwasser gelangt sind.

In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Mineralöle und aromatische oder chlorierte Kohlenwasserstoffe, die in Tankstellen, Tanklagern, chemischen Reinigungen oder chemie- beziehungsweise metallverarbeitenden Betrieben eingesetzt wurden und werden. Untergeordnet gibt es auch Verunreinigungen mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen aus Imprägnierungsvorgängen oder Verbrennungsrückständen.

In den meisten Fällen werden die Schadstoffe durch eine Grundwasserförderung mit nachfolgender Grundwassereinigung (landläufig auch Pump and Treat-Verfahren genannt) aus dem Grundwasser entfernt.

Die Dauer der Sanierung ist abhängig vom Schadstoffvorrat im Untergrund, der Durchlässigkeit des Grundwasserleiters und dem Alter und somit der horizontalen und vertikalen Ausbreitung der Grundwasserverunreinigung und kann zwischen wenigen Monaten und ein bis zwei Jahrzehnten betragen.

In Osnabrück gibt es bislang 18, mittels Pump-and-Treat-Verfahren abgeschlossene Grundwassersanierungsmaßnahmen.

Da der Erfolg des o. g. Verfahrens jedoch stark abhängig von den Untergrundverhältnissen ist (gut durchlässiger, homogener Grundwasserleiter), kommen zunehmend auch alternative Verfahren, wie z. B. biologische In-Situ-Verfahren, in Betracht. Hierbei werden (Nähr-)stoffe in den Untergrund eingebracht, die die Bioaktivität im Untergrund stimulieren, damit ein  natürlicher Schadstoffabbau erfolgen kann.

Derzeit gibt es in Osnabrück drei Standorte, an denen solche Verfahren im Probelauf getestet werden. Man geht hier von deutlich kürzeren Sanierungszeiten aus, als sie bei einer Pump-and-Treat-Maßnahme anfallen würden.


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