Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Fließgewässer

Osnabrücker Fließgewässerschutzprogramm

Bitterlinge
Bitterlinge
Groppen
Groppen
Steinbeißer
Steinbeißer

Die Hase ist nach dem Niedersächsisches Fließgewässerschutzprogramm (1991) ein Gewässer erster Priorität. Über das Landesraumordnungsprogramm (1994) wird die Stadt in die Pflicht genommen, die Nebengewässer der Hase zu schützen und zu renaturieren.

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL 2000) fordert bis 2015 darüber hinaus, dass der "gute ökologische Zustand" erreicht wird.

Dies bestärkte die Stadt Osnabrück 2001 das "Osnabrücker Fließgewässerschutzprogramm" aufzustellen.

Die Hase als Hauptgewässer wurde mit den Nebengewässern Düte, Nette, Wilkenbach, Goldbach, Sandforter Bach, dem Huxmühlen-Wiesenbachsystem, dem Sandbach mit dem Dodesheider Landwehrgraben und dem Belmer Bach mit den Seelbach ins Programm aufgenommen. Dies sind in etwa 75 Kilometer Flussstrecke. Bei den Nebengewässern handelt es sich um die wichtigsten Nebengewässern der Hase, die teilweise oder ganz auf dem Stadtgebiet verlaufen, ein gutes beziehungsweise entwicklungsfähiges Potenzial besitzen und/oder von der Wassermenge für die Hase von Bedeutung ist.

Zielsetzungen des Programms: 

  • Schaffung eines hochwertigen Fließgewässernetzes:
    • orientiert am heute potenziellen natürlichen Gewässerzustand hpnG (kein historischer Zustand)
    • funktionelle ökologische Beziehung: Gewässer – Ufer - Aue
    • heute potenzieller natürlicher Besatz an Lebewesen
    • Reproduktionsfähigkeit reliktartig vorkommender Arten
    • Wiederherstellung eines durchgängig zusammenhängenden Fließgewässernetzes
  • Ganzheitliche Betrachtungsweise gemäß WRRL
  • Erfüllung gesetzlicher Vorgaben

Folgende Untersuchungen wurden an den zwölf ausgewählten Fließgewässern vorgenommen:

  • 2001: Elektrobefischung und Feuersalamandervorkommen in der Quellregion
  • 2002-2005: Makrozoobenthosvorkommen und Strukturgütekartierung

Auf dieser Grundlage wurden die Entwicklungsziele und ein Teil der Maßnahmepläne entwickelt. Ende 2008 liegt das komplette Programm in Berichtform mit einer Vielzahl von Karten vor.

Schon während der laufenden Untersuchungen war der ganzheitliche Informationsgewinn von herausragender Bedeutung. Zum Beispiel waren diese Daten im Rahmen der Machbarkeitsstudie zur Durchgängigkeit der Hase eine wichtige Grundlage und für Projekte an der Nette, der Düte und dem Wiesenbach von hoher Bedeutung . Es konnte auch die Verbreitung von Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie(FFH)-Anhang II –Arten schnell und lückenlos bestimmt werden:

  • Steinbeißer: in  Hase, Klöcknerhase, Belmer Bach, Huxmühlenbach
  • Bachneunaugen: in Nette und Wilkenbach
  • Mühlkoppe: in Düte, Wilkenbach, Nette und Goldbach
  • Bitterlinge: im Dodesheider Landwehrgraben und Klusgraben.

Die Düte nebst Wilkenbach wurde unter anderem daraufhin als FFH-Gewässer vom Land Niedersachsen der Europäischen Union (EU) gemeldet.

Der bisher erlangte Erkenntnisgewinn konnte weiter bei anstehenden Bauleitplanungen, Kompensations- und Revitalisierungsmaßnahmen erfolgreich genutzt werden.

Weitere Informationen:
www.wasserblick.net

Zum Herunterladen:


    www.osnabrueck.de

    Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2016: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

    zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen