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Lebensräume aus zweiter Hand

Fahrspurpfütze - ein neuer Lebensraum
Rohrkolbenzone im ehemaligen Abbaugewässer
Rohrkolbenzone im ehemaligen Abbaugewässer

Die ursprünglich bewaldete Kuppe des Piesbergs ist durch den Gesteinsabbau einem canyonartigen Steinbruch gewichen, der wie ein gigantischer hohler Zahn das Gesicht des Berges prägt. Es gibt nur noch wenige kleine vom Bergbau oder Steinbruch unberührte Stellen. Da der Piesberg überwiegend aus silikatreichem Sandstein besteht, der sauer und nährstoffarm ist, bietet er einen Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere, die aus unserer nährstoffreichen Kulturlandschaft verdrängt wurden. Es ist eine Lebensgemeinschaft aus zweiter Hand, die es zu erhalten und zu entwickeln gilt:

  • Bruchwände mit Spalten, Ritzen, Simsen und waagerechten Absätzen im Gestein ergeben ein enges Nebeneinander verschiedener kleinräumiger Standorte: Feuchte und trockene, besonnte und schattige, steile und ebene, windexponierte und -geschützte Teilbereiche finden sich in unmittelbarer Nachbarschaft.
  • Durch die ständige Veränderung der Geländeform weist der Piesberg Gewässer unterschiedlichsten Alters auf, die unterschiedlich stark bewachsen sind. Das Nebeneinander dieser verschiedensten Gewässertypen macht den Piesberg zu einem vielfältigen Lebensraum für verschiedene Pflanzen und Tiere.

    • Zeitweilig vernässte Bereiche (temporäre Gewässer) bilden sich in den Randbereichen der Schotterpisten und in den selten befahrenen Bereichen der Steinindustrie aufgrund der starken Verdichtung des Bodens durch den Schwerlastverkehr.
    • Das in der Produktion anfallende Waschwasser führt zu größeren Gewässern mit ständiger Wasserführung.
    • Schlammteiche als Absetzbecken für fein- und feinstkörniges Substrat bilden Gewässer mit stark schwankenden Wasserständen.

  • Auf den Ruderalfluren (eine typische Vegetationsform ungenutzter Teilflächen in Siedlungsgebieten) sind Magerkeitszeiger wie das Tausendgüldenkraut zu finden, ebenso Sukzessionsgebüsche aus Birken und Weiden und Pionierwälder, die aus Birken, Erlen und Weiden bestehen.
  • Nadelforste mit ausgeprägten Farn- und Moosschichten.
  • Die aus dem Kohlebergbau stammenden Stollen, die einen bedeutenden Teillebensraum für Fledermäuse darstellen.

www.osnabrueck.de

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