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Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Die Feldbahn im Steinbruch

Der Feldbahnbetrieb im Piesberger Steinbruch

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Bis Anfang der 1960er Jahre waren im Piesberger Steinbruch für den Transport der Steine bis zu 20 Feldbahnlokomotiven und über 1.000 Loren und Kippwagen auf einem teilweise bis zu 100 Kilometer langen Gleisnetz in Betrieb. Danach wurden sie von modernen Rad- und Kettenfahrzeugen und später von Förderbandanlagen abgelöst.

Entstanden waren die Feldbahnen im Zuge der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, um die zunehmenden Transportprobleme der Massengüter, wie Kohle oder Erz, zu lösen. Die schweren Pferde-Fuhrwerke beschädigten das damalige schlechte Wegenetz, was große Kosten verursachte, ebenso wie die steigenden Löhne der Fuhrleute.  Überall, wo große Mengen an Material bewegt werden mussten, kamen nun Feldbahnen zum Einsatz. Wurden zu Beginn der Entwicklung die Wagen und Loren noch von Hand oder mit Zugtieren bewegt, so folgte im ausgehenden 19. Jahrhundert allmählich der Einsatz von Dampflokomotiven, später dann auch Motor- und Elektrolokomotiven. Die Feldbahnen erlebten ihren größten Aufschwung im und nach dem Ersten Weltkrieg. Eine letzte Blütezeit hatten die Feldbahnen nach dem Zweiten Weltkrieg bei ihrem Einsatz als Trümmerbahnen. Danach wurden sie in raschem Tempo von Lastwagen verdrängt. Heute sind Feldbahnen außer in Museen nur noch bei wenigen Torfbahnen, im Untertage-Bergbau oder auf Tunnelbaustellen in Betrieb.

Auch in der Region Osnabrück waren einmal über 100 dieser Bahnen in unterschiedlichen Betrieben im Einsatz, wie zum Beispiel im Erzbergbau am Hüggel bei Hasbergen, in den Kalkwerken in Hilter und Hankenberge, in den Ziegeleien in Pente, im Torfwerk Schwegermoor bei Hunteburg und eben im Steinbruch am Piesberg.

Erweiterung der Feldbahn geplant

geplante Feldbahnerweiterung

Mit einem neuen Projekt in Zusammenarbeit mit dem Museum für feldspurige Industriebahnen soll diese Zeit am Piesberg wieder "lebendig" werden.  Es ist mit Fördermitteln der Europäischen Union, TERRA.vita, der Gemeinde Wallenhorst  und einem Eigenanteil der  Stadt Osnabrück beabsichtigt, die bestehende Bahnstrecke (gestrichelte Linie) um ein ca. 2,5 Kilometer langes Teilstück zu erweitern (rote Line). Vom westlichen Endbahnhof „Industriemuseum“ beginnend bis zum nordöstlichen Ende des Piesberges am Grubenweg. Die Gleisanlagen sollen zu einem großen Teil auf alten Trassen verlaufen und dabei zahlreiche industriegeschichtlich interessante Sehenswürdigkeiten berühren. Dort befinden sich z. B. ein alter Schlammteich und der Steinbruch Siebenbürgen, an dessen Oberkante schlängelt sich die Strecke spektakulär. Es folgen eine Kippschurrenstelle, die Ruine des Wasserhaltungsgebäudes des Stüveschachtes sowie ein alter Förderstollen. Der Zielbahnhof liegt in unmittelbarer Nähe eines Wanderparkplatzes und der östlichen Aussichtsplattform.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Interaktive Karte: Feldbahn


www.osnabrueck.de

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