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Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Der Steinkohlebergbau

Der Steinkohlebergbau am Piesberg

Bereits seit dem Mittelalter wurde am Piesberg Steinkohle abgebaut. Die erste urkundliche Erwähnung eines so genannten "Kohlebrechers" am Piesberg findet sich im Jahre 1461. Zu ihnen gehörten zunächst die Eigentümer des betroffenen Grund und Bodens (Bewohner der Gemeinden Pye und Lechtingen), die nach deutschem Gewohnheits-Bergrecht das Recht hatten, die vorhandenen Rohstoffe abzubauen. Die gewonnene Kohle wurde an die bei Osnabrück gelegenen Kalköfen geliefert.

Zunächst ließen sich alle Flöze durch Stollen erschließen. Ab dem frühen 18. Jahrhundert wurden Schächte zur Kohleförderung angelegt. Mehrere hundert Jahre lang wurde die wertvolle Anthrazitkohle des Piesbergs mit großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Osnabrück gefördert, bis die Zeche 1898 wegen massiver Wassereinbrüche stillgelegt wurde. Die historischen Gebäude aus der Ära der Kohleförderung stehen unter Denkmalschutz und werden vom Museum Industriekultur Osnabrück, vom Piesberger Gesellschaftshaus e.V. und von den Osnabrücker Dampflokfreunden e.V. schrittweise saniert und restauriert.

Stollen und Schächte

Aufgrund der besonderen tektonischen Situation ließen sich zunächst alle Flöze am Piesberg über Stollen erschließen. Die Anlage von tiefen Schächten wurde erst notwendig, um die Steinkohle auch aus den tiefer gelegenen Flözbereichen gewinnen zu können. 1853 ließ die Stadt Osnabrück als Besitzerin des Piesbergs den Haseschacht abteufen, um auch tiefer gelegene Steinkohlelager zu erreichen. Abteufen nennt der Bergmann die Herstellung von senkrechten Hohlräumen (Schächten oder Bohrlöchern) von oben nach unten. 1873 begannen die Teufarbeiten am Stüveschacht. Infolge der bergbaulichen Tätigkeit ist der gesamte Piesberg von Stollen in unterschiedlichen Tiefen durchzogen, die aber nicht mehr zugänglich sind. Einige Stollen, wie beispielsweise der Lechtinger Tiefstollen und der Heintzmannsche Stollen, sind Schutzräume für Fledermäuse und unterliegen den Bestimmungen der europäischen FFH-Richtlinie.

Weitere Informationen:

Osnabrücker Bergland - Steinkohlenzeche Piesberg (Grubenarchäologische Gesellschaft)


www.osnabrueck.de

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