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Das Natura 2000 Schutzgebietssystem

Mit Natura 2000 wird ein Schutzgebietssystem bezeichnet, das europaweit einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt leisten soll. Auf europäischer Ebene entsteht ein zusammenhängendes Netz an Schutzgebieten, das sich aus Vogelschutzgebieten und Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH-Gebiete) zusammensetzt.

Gesetzliche Grundlagen von Natura 2000 sind die Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten) und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen).

Im Stadtgebiet von Osnabrück zählen insgesamt vier Fauna-Flora-Habitat-Gebiete zum europäischen Netz Natura 2000. Vogelschutzgebiete sind in der Stadt nicht ausgewiesen. Alle FFH-Gebiete haben jeweils auch Flächenanteile im Landkreis Osnabrück und reichen somit über die Stadtgrenzen hinaus. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete:

  • Düte mit Nebenbächen (Landenummer 334, Europanummer DE 3613-332)
  • Kammmolch-Biotop Palsterkamp (Landesnummer 336, Europanummer DE 3614-332)
  • Piesbergstollen (Landesnummer 338, Europanummer DE 3614-333)
  • Mausohr-Jagdgebiet Belm (Landesnummer 448, Europanummer DE 3614-335)

Verträglichkeitsprüfung gemäß FFH-Richtlinie

Die FFH-Richtlinie zielt auf die Wiederherstellung oder Wahrung eines günstigen Erhaltungszustandes der natürlichen Lebensräume und Arten von gemeinschaftlichen Interesse. Projekte und Pläne, die ein Natura 2000 Gebiet erheblich beeinträchtigen können, müssen vor ihrer Durchführung oder Zulassung auf ihre Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen des Gebietes überprüft werden.

Maßstab für die Verträglichkeitsprüfung ist das für das jeweilige Natura 2000 Gebiet festzulegende Erhaltungsziel. Die Erhaltungsziele müssen sich hierbei auf die in den Gebieten vorkommenden Lebensraumtypen und Tier- und Pflanzenarten beziehen. Grundsätzlich sind die wertbestimmenden Lebensraumtypen oder Arten in einem günstigen Erhaltungszustand zu halten, oder ein solcher ist wiederherzustellen.

Schutz der FFH-Gebiete

Für die gemeldeten FFH-Gebiete besteht ein Verschlechterungsverbot. Das bedeutet, dass in einem benannten Gebiet alle Vorhaben und Maßnahmen, die erhebliche Beeinträchtigungen für die jeweiligen Lebensräume und Arten mit sich bringen, unzulässig sind. Rechtmäßige Nutzungen können dabei in der Regel fortgeführt werden.


Damit die biologische Vielfalt erhalten bleibt, braucht sie einen besonderen Schutz.Die Natura 2000 Gebiete sind langfristig zu sichern, zu schützen und zu entwickeln. Die Stadt Osnabrück beabsichtigt gemeinsam mit dem Landkreis Osnabrück die gebietsübergreifenden FFH-Gebiete bis 2018 als Naturschutzgebiete auszuweisen.

Linktipps: Bundesamt für Naturschutz

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    www.osnabrueck.de

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