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Eingriffe in Natur und Landschaft

Funkmast Waldfrieden
Funkmast Waldfrieden
Tonabbau in Pye
Tonabbau in Pye

Eingriffe in Natur und Landschaft im Sinne des Naturschutzrechtes sind Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen oder Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels, die die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen können. Messgröße für Eingriffe ist somit die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes mit den Schutzgütern Boden, Wasser, Klima, Luft, Pflanzen und Tiere (Arten und Lebensgemeinschaften), biologische Vielfalt, Landschaftsbild in seiner Vielfalt, Eigenart und Schönheit. 



Zu den Eingriffen zählen Straßenbauvorhaben, der Neubau oder die wesentliche Erweiterung von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden, der Bau von Windkraftanlagen und Funkmasten, der Abbau von Bodenschätzen (Gestein, Sand, Ton), Bodenauffüllungen, der Ausbau von Gewässern (Gewässerbegradigungen, Verrohrungen). 



Rechtliche Grundlage der Eingriffsregelung sind die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG §§ 13 bis 19) mit dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG §§ 5 bis 7). Ziel der naturschutzfachlichen Eingriffsregelung ist es, der nachhaltigen Sicherung der Leistungsfähigkeit von Natur und Landschaft Rechnung zu tragen und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu sichern. 
Hierbei gilt grundsätzlich das Vermeidungsgebot. Der Eingriffsverursacher ist verpflichtet vermeidbare Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen.

Nicht vermeidbare erhebliche Beeinträchtigungen sind durch Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen oder, wenn dies nicht möglich ist, durch einen Ersatz in Geld zu kompensieren (Ersatzzahlung).

Die Kompensationsmaßnahmen müssen sich an den Funktionen und Werten des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes orientieren, die vom Eingriffsvorhaben beeinträchtigt werden. Die Maßnahmen müssen geeignet sein, möglichst ähnliche Funktionen und Werte in dem betroffenen Naturraum wieder herzustellen.


Geeignete Kompensationsmaßnahmen sind beispielsweise Entsiegelungsmaßnahmen, Anlage einer Obstwiese, Anpflanzung eines Feldgehölzes, Anpflanzung einer Hecke, landwirtschaftliche Extensivierungsmaßnahmen.


    www.osnabrueck.de

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