Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Kleingärten

Kleingärten - Erholung für Mensch und Natur

Gruen FotoKleingarten 405

In Osnabrück werden insgesamt rund 170 Hektar Fläche kleingärtnerisch bewirtschaftet, davon rund 130 Hektar durch sieben Kleingärtnervereine. Einst aus ökonomischen Zwängen gegründet erfüllen die Kleingartenanlagen heute wichtige ökologische und soziale Funktionen. Durch ihre Lage im Bereich der "Grünen Finger" tragen sie dazu bei, wichtige Grünzüge der Stadt vorm Bebauen und Versiegeln zu bewahren und so die Frischluftschneisen zu ergänzen.

Da die Wege in den einzelnen Anlagen der Öffentlichkeit zugänglich sind und oftmals durch begleitende Baumpflanzungen und Strauchpflanzungen ergänzt werden, laden die Kleingartenanlagen zur Naherholung nicht nur ihre Mitglieder, sondern die gesamte Stadtbevölkerung ein.

Das Fuß- und Radwegesystem und die öffentlichen Grünanlagen werden auf diese Weise sinnvoll ergänzt. Wichtig für die zahlreichen Mitglieder sind natürlich die guten nachbarschaftlichen Kontakte, die in den Kleingärtnervereinen geschlossen werden können. Hierzu tragen die gastronomischen Bereiche der Vereinshäuser, die Spielbereiche für Kinder und andere Einrichtungen bei.

Die Funktion von Kleingärten hat sich im Verlauf der Zeit sehr verändert. Zu Beginn der Kleingärtnerbewegung lagen die Gärten meistens noch in den Randgebieten der Stadt, heute liegen sie vielfach schon neben Wohngebieten mit Einfamilienhäusern und großen Gärten.

Während früher der typische Kleingarten noch dazu genutzt wurde, für den eigenen Bedarf Obst und Gemüse anzubauen, dienen Kleingärten heute vorrangig der Erholung. Die körperliche Tätigkeit in der freien Natur und der Anbau von Gartenerzeugnissen werden von vielen Gärtnern als Ausgleich bei Stress empfunden.

Einst Spielplätze für Arbeiterkinder

Idee der Schrebergärten

Schrebergärten haben heute nicht mehr viel gemein mit der Idee von Dr. Schreber. Der Arzt hatte 1836 die revolutionäre Idee, für die Kinder der Leipziger Industriearbeiter Spielplätze im Grünen zu schaffen, um ihre Gesundheit zu stärken. Nach Schrebers Tod führte Schuldirektor Dr. Hauschild die Idee weiter fort.

Es wurde ein Schulverein gegründet und der "Schreberplatz" angelegt, an dem der Lehrer Gesell dann kleine Gärtchen anlegte, in denen Kinder das Gärtnern lernen sollten. Da die Kinder daran bald die Lust verloren, verwilderten die Gärtchen. Schließlich griffen die Eltern selbst zum Gartenwerkzeug. Aus den Kinderbeeten am Rande der Schreber’schen Spielwiese wurden Familienbeete, die man später parzellierte und einzäunte. Die ersten so genannten "Schrebergärten" waren entstanden, obwohl der Namenspatron diese Form so nicht geplant hatte.

Der Gedanke, der der Gründung von Kleingärten für die seinerzeit bedürftige Bevölkerung zugrunde lag, wäre vermutlich auch in seinem Sinne gewesen. Etwa zur gleichen Zeit entstanden in anderen Industriestädten ähnliche Anlagen, die als Armengärten oder Sozialgärten bezeichnet wurden.

Auch heute noch orientiert sich das Bundeskleingartengesetz an der Idee, Gartenland zu einem günstigen Pachtzins für folgende Aktivitäten zur Verfügung zu stellen:

  • zur Gewinnung von Gartenerzeugnissen für den Eigenbedarf
  • zur Erholung und
  • für gemeinschaftliche Aktivitäten.

www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2017: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen