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Der Herrenteichswall

Der Herrenteichswall
Der Herrenteichswall
Blick auf die Hase
Blick auf die Hase
Weg entlang des Haseufers
Weg entlang des Haseufers

Noch um 1800 war die Stadt von einem Befestigungsring umschlossen, der in seinen Grundzügen aus dem 16. Jahrhundert stammte. Vor allem zwischen Heger- und Hasetor und nördlich am Herrenteichswall erreichte die Stadtmauer ihre mächtigste Ausdehnung. Der Herrenteichswall war  Bestandteil dieser Befestigungsanlage und stellte den Schutz vor Angriffen feindlicher Truppen, unter anderem aus Richtung Gertrudenberg sicher. 

Im Zuge der Erbauung der Hannoverschen Westbahn im Jahr 1854 wurde der nördliche Abschnitt des Herrenteichswalls mitsamt der großen Bastion am Pernickelturm abgerissen und die Wallkrone insgesamt um zwei Meter abgetragen. Ein Jahr später ließ die Stadt eine 460 Meter lange Allee aus Winterlinden mit einem Abstand von je fünf Metern auf der noch erhaltenen Wallanlage pflanzen. Die als Naturdenkmal ausgewiesene Winterlindenallee prägt noch heute in hervorragender Weise die innerstädtische Grünzone zwischen Haarmannsbrunnen und Pernickelturm.

Am 1. Mai 1909 wurde der neu gestaltete Aufgang zum Herrenteichswall mit dem Haarmannsbrunnen eingeweiht. Die Brunnenanlage, die weder ein Arbeiterdenkmal darstellt noch in Beziehung zu einem Bergwerksunglück an Piesberg steht, erhielt ihren Namen nach dem Stifter der Bergmannfigur, August Haarmann (1840 bis 1913). Den Vorstellungen Haarmanns entsprechend sollte die Brunnenfigur "einen kraftvollen Arbeiter darstellen, der eine Quelle erbohrt hat und sich angesichts des hervorsprudelnden Wassers seiner erfolgreichen Arbeit erfreut".

Im Frühjahr 2007 wurde durch den Osnabrücker ServiceBetrieb die gesamte Wallanlage in Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband "Obere Hase" und einer Gartenbaufirma saniert. Die Ufer- und Böschungsbereiche wurden frei geschnitten, der alte Betonsteinplattenweg durch einen Wasser gebundenen Weg ersetzt. Haseseitig wurde die Anlage mit einem historischen Rabattengeländer versehen. Mit etwa 7000 bodendeckenden Efeupflanzen wurde der begrünte Wallhang ergänzt und rund 15000 gesetzte Frühjahrsblüher wie Winterlinge und  Krokusse bringen Farbe auf die historische Wallanlage. Durch eine großzügige Spende der Herrenteichslaischaft konnte die alten, abgängigen Bänke durch neue ersetzt werden.

Die neu sanierte Anlage gibt nun wieder interessante Blickachsen in Richtung Hase und Altstadt frei und lädt zum Flanieren ein.


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