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Stadt Osnabrück | Friedenskultur

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Frieden als Auftrag

Nach 30 Jahren Krieg, Verwüstung, Plünderung, Mord und Vertreibung in der Mitte Europas wurde 1648 von der Rathaustreppe in Osnabrück der Westfälische Friede verkündet. Dies war ein historischer Wendepunkt in der Geschichte Europas.

Der Vertrag des Westfälischen Friedens, den die europäischen Mächte in Osnabrück und Münster fünf Jahre lang ausgehandelt haben, beendete nicht nur einen langjährigen Krieg, sondern entwickelte eine ganz neue Idee: den europäischen Gedanken. Durch diese Vereinbarung eines ersten Völkerrechts wurde ein übergeordnetes Recht geschaffen, dem sich alle bestehenden Gesetze, Privilegien, Beschlüsse und päpstlichen Verfügungen unterzuordnen hatten.

Das Prinzip der religiösen und politischen Vielfalt wurde im Sinne des heutigen Europas entwickelt und durchgesetzt. Angestrebt wurde eine generelle Friedensordnung für einen blühenden Handel und kulturellen Austausch in ganz Europa.

Die Hoffnung auf Frieden, wie sie im Friedensvertrag des "Instrumentum pacis Osnabrugense" formuliert wurde, wurde zum Modell für alle nachfolgenden Konferenzen über Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.

Der Friedensschluss von 1648 im Osnabrücker Rathaus ist das herausragende Ereignis der Stadtgeschichte, mit dem sich Osnabrück noch heute als Friedensstadt identifiziert. Osnabrück versteht dieses historische Vermächtnis als Auftrag, sich friedenspolitisch zu engagieren, sowohl nach außen als auch innerhalb der Stadtgesellschaft.

1998 feierten die Städte Osnabrück und Münster das 350-jährige Jubiläum des Westfälischen Friedensschlusses von 1648, an dem sich fast alle gesellschaftlichen Gruppen der Stadt mit einem umfassenden Jahresprogramm beteiligten. Das Jubiläumsjahr gilt als Initialzündung für ein breitet friedenskulturelles Bürgerengagement, welches bis heute anhält.

 

Büro für Friedenskultur

Die Osnabrücker Friedenskultur basiert auf der Arbeit von Institutionen, von Vereinen, Initiativen und Einzelpersonen. Dabei wird auch weit über die Stadtgrenzen hinaus friedensstiftend gewirkt, etwa durch den bundesweit einmaligen Austausch von Städtebotschaftern mit den Partnerstädten Angers, Derby, Haarlem, Twer und Canakkale.

Im „Handlungskonzept zur Förderung der Friedenskultur in Osnabrück“ hat der Rat der Stadt gemeinsam mit zahlreichen Akteuren der Friedensarbeit Leitlinien für das Handeln der Stadt Osnabrück festgelegt. Darunter fallen etwa die Förderung einer Kultur der Toleranz und Weltoffenheit, eine ökologische Verantwortung für Ressourcen sowie der Ausgleich der Missverhältnisse zwischen armen und reichen Ländern.

Das Büro für Friedenskultur ist zentrale Koordinationsstelle für die kontinuierliche Entwicklung Osnabrücks als Friedensstadt und für die Umsetzung des Konzeptes federführend verantwortlich. Es fungiert als Bindeglied zwischen der Politik, der Verwaltung und der in der Friedensarbeit engagierten Bürger und übernimmt auch Aufgaben im Bereich des Entwicklungs- und Projektmanagement sowie der Beratung und Bereitstellung von Serviceangeboten für aktive Bürger.

 

Angebote des Büros für Friedenskultur

Zu den Angeboten des Büros gehören die allgemeine Förderung friedensrelevanter Aktivitäten sowie die Unterstützung von Projekten und Maßnahmen zur Förderung der kulturellen Vielfalt. Kulturelle Vereine und Initiativen werden bei ihren Aktivitäten beraten und erhalten finanzielle Unterstützung bei den Projektplanungen.

Das Büro führt Projekte im Bereich Erinnerungs- und Gedenkkultur, wie zum Beispiel zum 9. November 1938 und auch Projekte im Bereich des internationalen und interkulturellen Dialogs durch, wie zum Beispiel die Wochen der Kulturen, das Fest der Kulturen oder auch das Afrika-Festival. Immer wieder stehen verschiedene Länder und Kulturen im Fokus der Aktivitäten des Büros für Friedenskultur.

Das Büro für Friedenskultur bietet Praktika und jährlich ein Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr Politik an.

Adresse

Stadt Osnabrück/Fachbereich Kultur
Büro für Friedenskultur
Marienstraße 5/6
49074 Osnabrück

Parken:
Stadthaus-Garage
Nikolai-Garage

Busverbindung:
S10, 11, R11, 12, 13, 31, R31, 32, 33, E33, X150 - Heger Tor

Barrierefreiheit:
Behindertengerechtes Parken: nein
Behindertengerechter Zugang: ja, nur EG
Behindertengerechtes WC: nein

Lage im Stadtplan anzeigen

Katharina Opladen

Leitung Büro für
Friedenskultur

Katharina Opladen
Telefon: 0541 323-3210
Fax: 0541 323-153210
opladen(at)osnabrueck.de

Christine Grewe

Friedens- und
Erinnerungskultur:

Christine Grewe
Telefon: 0541 323-2287
Fax: 0541 323-15 2287
grewe.c(at)osnabrueck.de

Monika Mittenentzwei

Internationaler Dialog und Interkultur:

Monika Mittenentzwei
Telefon: 0541 323-2322
Fax: 0541 323-152322
mittenentzwei(at)osnabrueck.de

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