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Isolation und Angst 

Isolation und Angst im Versteck

Felix Nussbaum - Leben und Werk

Felix Nussbaum: 'Küche im Versteck', 1943, © VG Bild-Kunst, Bonn 2006
"Küche im Versteck"
Felix Nussbaum und Felka Platek finden, nachdem sie ihr Atelier fluchtartig verlassen haben, zwischen Herbst 1942 und März 1943 ein Versteck bei der befreundeten Familie Ledel. Anfang März entschließen sich die Freunde zur Flucht in die Ardennen. Sie wollen die Nussbaums mitnehmen, doch Felka hat nicht mehr die Kraft und entschließt sich, in Brüssel zu bleiben. Felix Nussbaum lässt sie nicht allein, und beide gehen in ihre Wohnung in der Rue Archimède zurück. Ihr Vermieter hatte ihnen im Haus eine versteckte Mansarde eingerichtet, so dass er bei den Razzien der Gestapo stets eine leere Wohnung vorweisen konnte. In dieser Zeit des angstvollen Hin und Her zwischen Mansarde und Wohnung entstehen nur noch Stillleben in Bleistift und Gouache, die tagebuchartig genau datiert sind. Es entstehen vorerst keine Ölgemälde mehr, denn der Terpentingeruch hätte sie verraten.

Die Gegenstände der Stillleben sind genauso arrangiert, wie sie abgezeichnet wurden, denn Bilder Felka Plateks zeigen genau dieselben Arrangements. Malerei hat für beide in dieser Situation des Verstecks die Funktion, die Angst zu beschwichtigen. Das "Stilleben mit afrikanischer Skulptur" ist hingegen mehr als nur ein Arrangement toter Gegenstände, es spiegelt ein Stück von Nussbaums innerer Wirklichkeit.

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