Der Künstler Felix Nussbaum ist sicherlich nicht der Avantgarde zuzurechnen, er gehört zur “Verschollenen Generation” der um 1900 Geborenen, die wie keine andere in ihrer künstlerischen Entfaltung durch die Zeitumstände behindert, abgeschnitten und schließlich vergessen wurde. Ihre Wiederentdeckung begann erst in den Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts.
In diese Zeit fällt auch der Beginn der Beschäftigung des Kulturgeschichtlichen Museums Osnabrück mit dem Maler Felix Nussbaum. Seit mehr als zwanzig Jahren erforscht das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück Leben und Werk Felix Nussbaums. Im Laufe der Zeit entstand im Museum mit mehr als 160 Bildern die umfangreichste Sammlung von Werken dieses Malers. Sie wird ergänzt durch Dokumente biografischen, zeitgeschichtlichen und politischen Inhalts, mit denen die Erfahrungen seiner Bilder als politisches Vermächtnis erkannt werden können: als Auftrag und Verpflichtung nicht zu vergessen, was geschehen ist. Dieser Verpflichtung wurde zuletzt 1998 mit dem Neubau des Felix-Nussbaum-Hauses des Architekten Daniel Libeskind Rechnung getragen. Seit März 1999 ist hier die vollständige Sammlung Felix Nussbaum zu sehen, gemäß seinem Wunsch: "Auch wenn ich untergehe, lasst meine Bilder nicht sterben, zeigt sie den Menschen."



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