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Das Osnabrücker Bienenbündnis

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Bienen und Blüten bilden gemeinsam eine perfekte Lebensgemeinschaft: Die (Wild-)Biene (und mit ihr viele weitere blütenbesuchende Insekten wie Hummeln und Schmetterlinge) saugt den Nektar, die Blütenpollen bleiben an den Beinen hängen, die Biene trägt sie weiter und bestäubt die nächste Blüte. Beide haben etwas davon: Die Biene bekommt Nahrung, die Pflanze kann sich vermehren. Allerdings ist diese perfekte Gemeinschaft in Gefahr.

Arbeiterin der Honigbiene Janina Voskuhl 2

Bienen brauchen Blüten zum Überleben und sie benötigen eine große Vielfalt, um über das ganze Jahr hinweg gut ernährt zu sein.

Vor allem auf dem Land gibt es diese Vielfalt aber immer weniger. Zudem werden viele Wiesen schon vor der Blüte gemäht, damit geht auch Bienennahrung verloren. Die Folge ist Mangelernährung.

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Außerdem brauchen Bienen Orte, wo sie ihre Bauten anlegen können, zum Beispiel Totholz, Erd-Abbruchkanten, Böschungen oder Streifen mit altem Gras - sie finden sie allerdings immer weniger. Außerdem machen ihnen chemische Pflanzenschutzmittel, sogenannte Pestizide wie z.B. Neonicotinoide, zu schaffen. Manche Pestizide töten die Biene direkt. Letztlich ist es die zu intensive Nutzung der Landschaft, die den Artenschwund nach sich zieht – dazu gehört auch der zu hohe Flächenverbrauch.

Grafik Honigglas

Die Honigbiene ist unser ältestes Haustier und macht sich als Honig- und Wachsproduzentin seit Jahrtausenden für den Menschen nützlich - kein Wunder also, dass viele beim Thema Bienen nur an sie denken.

Doch weltweit existieren mehr als 25.000 bekannte Bienenarten, in Europa sind es 1.000. Allein in Deutschland kennen wir mehr als 560 Bienenarten, die als Wildbienen bezeichnet werden. Die bekanntesten sind die Hummeln, aber ebenfalls beeindrucken Maskenbienen, Wollbienen, Sandbienen, Buntbienen, Blattschneiderbienen, Mauerbienen usw. durch ihre Vielfalt. So befinden sich unter ihnen auffällige, bis zu zwei Zentimeter große oder eher unscheinbare, zwei Millimeter kleine, dicht und lang oder spärlich und kurz behaarte, rein schwarze oder bunte Arten –  es ist nicht immer einfach, eine Biene als solche zu erkennen.
Leider ist von den heimischen Wildbienen mehr als die Hälfte gefährdet, teilweise sind sie sogar vom Aussterben bedroht. Pestizide töten die Bienen direkt. Sie können verhungern und zwar überall dort, wo einseitige Kulturen wie Mais die Landschaft dominieren. Und wenn die Landschaft zu aufgeräumt ist, finden sie auch keine Nistplätze mit Totholz mit Käferfraßgängen oder dürre Pflanzenstängel. Wiesen werden intensiv gedüngt und so oft gemäht, dass kaum mehr Pflanzen blühen, vor allem solche nicht, die für Bienen wichtig sind.

Als Bestäuber von Kultur- und Wildpflanzen sind diese Tiere für den Naturhaushalt und letztlich für uns Menschen lebensnotwendig. Ihre Aktivität ist daher aus ökologischen und ökonomischen Gründen von größter Bedeutung.

Osnabrück soll eine bienenfreundliche Stadt sein - das hat der Rat 2013 beschlossen und die Naturschutzverwaltung beauftragt Maßnahmen zu entwickeln, die Osnabrück bienenfreundlicher gestalten - in Kooperation mit verschiedenen Institutionen. Daraus ist das Osnabrücker BienenBündnis entstanden.
Von der wissenschaftlichen Aufarbeitung durch die Hochschule, über den praktischen Umgang mit Bienen und Bienenvölkern durch die Imker, bis zur Anlage von Blühstreifen durch örtliche Landwirte werden alle Aspekte zum Thema „Bienen“ betrachtet. Mit Seminaren, Vorträgen und Exkursionen wenden sich Institutionen, Kommunen sowie Verbände und Vereine an die Öffentlichkeit, um über die Tiere, ihre Lebensbedürfnisse und ihre Gefährdung zu informieren. Dabei geht es mehr als nur um die Honigbiene: Wildbienen und andere blütenbesuchende Insekten sind unverzichtbar für das ökologische Gleichgewicht und leisten als Bestäuber darüber hinaus einen lebensnotwendigen Beitrag für die Ernährung der Menschen.

Logo bündnis

Damit leistet die Stadt als Mitglied des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“ einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung und Förderung der Artenvielfalt.

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