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Sonderausstellung 

''Hinter'm Rathaus versteckt - Preußen und Osnabrück anno 1758. Geschichten vom Krieg, vom Fälschen und vom Zufall''

Sonderausstellung des Kulturgeschichtlichen Museums im Osnabrücker Rathaus

In der Ratsschatzkammer gibt es derzeit etwas für "Schatzsucher" zu entdecken. Die Ausstellung "Hinter’m Rathaus versteckt – Preußen und Osnabrück anno 1758. Geschichten vom Krieg, vom Fälschen und vom Zufall" führt zurück in die Zeit des Siebenjährigen Krieges (1756–1763). Seit 1757 betraf dieser auch die Osnabrücker Region. Bis kurz vor der Schlacht bei Minden am 1. August 1759 wurde die Stadt durch französische Truppen besetzt.

In den Wirren des Krieges wurden 180 gefälschte preußische Dritteltaler von 1758, versehen mit dem Konterfei des preußischen Königs Friedrich II. (1712/40–1786) und in Leinen zu Bündeln gerollt, in einem Haus in der Krahnstraße versteckt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Münzen zufällig bei Bauarbeiten im Gebäude der heutigen Ratsapotheke wiedergefunden.

Was sich zunächst als wertvoller Silberschatz ausnahm, entpuppte sich jüngst durch wissenschaftliche Analysen als Hort gefälschter Münzen. Wie kamen diese nach Osnabrück? Welche Rolle spielt das nahe Rathaus? Und überhaupt: Was ist hier eigentlich echt und was gefälscht? Anhand von Originalmünzen und zeitgenössischen Fälschungen spürt die Ausstellung all diesen Fragen genau nach.

Mit der Sonderausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Verein "Münzfreunde Osnabrück" entstand, erinnert das Kulturgeschichtliche Museum an die wechselvolle Geschichte des preußischen Königs Friedrich II., dessen Geburtstag sich im Jahre 2012 zum 300. Mal jährt.

Für ihn war 1758 – das Datum, das die Osnabrücker Falschmünzen tragen – ein katastrophales Jahr. Im dritten Schlesischen Krieg, bekannter als dem "Siebenjährigen Krieg", kämpfte der Monarch um sein politisches Überleben. Am 14. Oktober 1758 erlitt die preußische Armee bei Hochkirch eine ihrer größten Niederlagen. Um seinen teuren Krieg weiterhin finanzieren zu können, ließ der König minderwertiges Geld in Umlauf bringen. Liegt darin der Schlüssel für die Prägung der Osnabrücker Fälschungen?

Hinter’m Rathaus versteckt – 
Preußen und Osnabrück anno 1758
Geschichten vom Krieg, vom Fälschen 
und vom Zufall

bis 6. Januar 2013
Rathaus der Stadt Osnabrück / Schatzkammer

Öffnungszeiten
Mo-Fr 10-17 Uhr – Sa/So 9-16 Uhr
Der Eintritt ist frei!

Bushalt: "Theater"
Parken: Stadthausgarage, Nikolaigarage

Allgemeine Informationen:
museum@osnabrueck.de – 0541 / 323-2207
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