Die Stadt Osnabrück als Arbeitgeberin will die interkulturelle Servicequalität ihrer Mitarbeiter erhöhen, um der Vielfalt der in der Friedensstadt lebenden Bürger gerecht zu werden.
Um dieses Ziel zu erreichen und die beruflichen Chancen von Migranten bei der Stadtverwaltung als auch die interkulturelle Kompetenz in der gesamten Stadtverwaltung zu verbessern, führte der Fachbereich Personal und Organisation der Stadt Osnabrück seit 2002 bereits vier interkulturelle Mentorings durch.
Hierzu wurden jeweils sieben bis acht Zweiergruppen gebildet: Mitarbeiter mit Migrationshintergrund bei der Stadtverwaltung (Mentees) wurden jeweils neun Monate lang erfahrene deutsche Beschäftigte (Mentor) an die Seite gestellt. Nach einer Auftaktveranstaltung vereinbarten Mentees und Mentor Ziele, die den jeweiligen persönlichen Bereich, den Umgang mit anderen Menschen oder den beruflichen Werdegang betreffen.
Neben den Austauschbeziehungen zwischen Mentees und Mentor waren Workshops zu interkulturellen Kompetenzen und zur Genderthematik ein weiterer wichtiger Baustein. Zudem arbeiteten die Mentees an einem gemeinsamen interkulturell relevanten Projekt, wie zum Beispiel einem Film, der die verborgenen Potenziale von Kollegen mit Migrationshintergrund offenbarte.
In Workshops, bei der Arbeit an dem gemeinsamen Projekt und in Gesprächen der Beteiligten konnten kulturelle Unterschiede im Verhalten, im Denken und Handeln von Menschen erkannt und ausgetauscht werden. Diese Erkenntnisse erweiterten das interkulturelle Wissen aller Teilnehmenden und bereiten sie auf interkulturelle Servicesituationen mit den Bürgern vor. Zudem wird durch eine individuelle Förderung der Mentees die Integration und Chancengleichheit in der beruflichen Weiterentwicklung gesichert.
Weiter Informationen zu diesem verwaltungsinternen Mentoringprojekt finden sie
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