Das Rathaus in Osnabrück.


Informationen für Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerber

In der kreisfreien Stadt Osnabrück fand im Rahmen der Kommunalwahlen 2011 nur die Wahl des Rates statt. Die Wahl des Oberbürgermeisters findet aufgrund der Wahlzeit von acht Jahren erst im Jahr 2014 statt.

Die Wähler erhielten einen Stimmzettel, auf dem sie bis zu drei Stimmen abgeben konnten. Sie konnten alle drei Stimmen einem Wahlvorschlag in seiner Gesamtheit (Gesamtliste) geben, also hinter dem Parteinamen alle Kreuze setzen. Sie könnten aber auch einem einzelnen Bewerber die drei Stimmen geben. Dieses Abstimmverhalten nennt man Kumulieren. Die Stimmen konnten aber auch auf mehrere Gesamtlisten und/oder mehrere Bewerber desselben Wahlvorstandes oder verschiedener Wahlvorschläge verteilt werden. Dieses Abstimmverhalten nennt man Panaschieren.

Das Wahlsystem setzt voraus, dass alle Bewerber auf dem Stimmzettel aufgeführt sind. Da eine einzige Kandidatenliste für das gesamte Wahlgebiet eine zu große Zahl von Bewerbern umfassen würde, erfolgt eine Aufteilung des Wahlgebietes in annähernd gleich große Wahlbereiche (Osnabrück: acht Wahlbereiche) mit jeweils unterschiedlichen Kandidatenlisten.

Für die Berechnung der Sitzverteilung im Rat wird anders als bei Bundestags- und Landtagswahlen das sogenannte Proportionalverfahren nach "Hare-Niemeyer" angewendet. Eine Sperr- oder 5%-Klausel gibt es nicht.

Beim Proportionalverfahren nach "Hare-Niemeyer" wird das Stimmenverhältnis proportional auf das Sitzverhältnis übertragen. Dazu wird die Gesamtzahl der zu vergebenden Sitze mit der für einen Wahlvorschlag abgegebenen Stimmenzahl multipliziert und durch die Gesamtzahl der aller abgegebenen Stimmen dividiert.

Berechnung nach Hare-Niemeyer:

Gesamtsitzzahl x Parteienstimmzahl
-----------------------------------------------= Quote
Gesamtstimmenzahl

Jeder Partei werden zunächst Sitze in Höhe der abgerundeten Quote zugeteilt. Die noch verbleibenden Sitze werden in der Reihenfolge der höchsten Nachkommastelle der Quoten vergeben. Bei gleich hohen Nachkommaresten entscheidet das Los.

Beispiel Kommunalwahl Osnabrück 2006:

CDU: 50 Sitze x 65.049 Stimmen / 169.341 Gesamtstimmen= 19,21 Sitze (= abgerundet 19 Sitze)

SPD: 50 Sitze x 58.812 Stimmen / 169.341 Gesamtstimmen= 17,37 Sitze (= abgerundet 17 Sitze)

FDP: 50 Sitze x 16.860 Stimmen / 169.341 Gesamtstimmen= 4,98 Sitze (= abgerundet 4 Sitze)

Grüne: 50 Sitze x 20.504 Stimmen / 169.341 Gesamtstimmen= 6,05 Sitze (= abgerundet 6 Sitze)

UWG: 50 Sitze x 3.821 Stimmen / 169.341 Gesamtstimmen= 1,13 Sitze (= abgerundet 1 Sitz)

Linke: 50 Sitze x 4.295 Stimmen / 169.341 Gesamtstimmen= 1,27 Sitze (= abgerundet 1 Sitz)

Insgesamt konnten also 48 Sitze vergeben werden. Da der Rat über 50 Sitze verfügt, werden die zwei verbleibenden Sitze auf die Parteien verteilt, die die höchsten Nachkommstellen haben, also auf die FDP (4,98) und auf die SPD (17,37) .

Innerhalb der Wahlvorschläge von Parteien und Wählergemeinschaften kommen die Bewerber teilweise nach dem Grundsatz der Personenwahl (Reihenfolge nach der Zahl der persönlich erhaltenen Stimmen), teilweise nach dem Grundsatz der Listenwahl (Reihenfolge nach der Benennung im Wahlvorschlag) zum Zuge. Innerhalb des Wahlvorschlages wird ebenfalls nach dem Proportionalverfahren ermittelt, wie viele Bewerber persönlich und wie viele über die Listenwahl ein Ratsmandat erhalten.

Verteilung der Gesamtzahl der Sitze auf die Parteien ( Beispiel Osnabrück, Kommunalwahl 2006)

 

CDU

SPD

FDP

GRÜNE

UWG

LINKE

Stimmen
(169.341)

65.049

58.812

16.860

20.504

3.821

4.295

Quote

19,21

17,37

4,98

6,05

1,13

1,27

Sitze (48)

19

17

4

6

1

1

Restsitze (2)

 

1

1

 

 

 

Gesamtsitze
(50)

19

18

5

6

1

1

 

Weitere Informationen:

Wahlbüro
Stadthaus 2
Natruper-Tor-Wall 5

Öffnungszeiten des Wahlbüros:

Zur Europawahl/Bürgerbefragung 2014 hat das Wahlbüro der Stadt Osnabrück ab dem 22. April 2014 wie folgt geöffnet:

Montag und Dienstag: 8 bis 16 Uhr
Mittwoch: 8 bis 12 Uhr
Donnerstag: 8 bis 17.30 Uhr
Freitag: 8 bis 12 Uhr*

*Freitag, 23. Mai: 8 bis 18 Uhr

Kontakt

Telefon: 0541 323-3232
Fax: 0541 323-4361
E-Mail: wahlinfo@osnabrueck.de (keine Briefwahlanträge)

Informationen zu inhaltlichen Fragen zur Bürgerbefragung Entlastungsstraße West/Westumgehung: 0541 323-4909 (dienstags: 10 bis 12 Uhr, donnerstags: 15 bis 17 Uhr)



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