Eigentlich bekleidete der gebürtige Osnabrücker Justus Wilhelm Lyra (1822-1882) mit dem so musikalischen Nachnamen ein Pastorenamt. Bekannt wurde er allerdings durch sein musisches Werk. Vor allem während seiner Studienzeit schrieb Lyra eine Reihe von Liedern mit volkstümlichem Charakter, die noch heute in aller Munde sind. In theologischen Kreisen werden vor allem seine Arbeiten zu liturgischen Fragen geschätzt.
Das bekannteste Lied ist ohne Zweifel "Der Mai ist gekommen". Doch auch größere Kompositionen finden sich in seinem Werk, so zum Beispiel die Vertonung der Weihnachtskantate von Matthias Claudius. Jedes Jahr am 1. Mai treffen sich zahlreiche Osnabrücker im Gedenken an den prominenten Sohn der Stadt und ziehen, das Lied des Meisters singend, auf dem Markt. Im Schlosspark erinnert an idyllischer Stelle ein Gedenkstein an den Osnabrücker mit dem untrüglichen Gespür für schöne Melodien.





