Das Rathaus in Osnabrück.

Nestor der Magnetfahrtechnik

Hermann Kemper (1892-1977)

Hermann Kemper
H. Kemper
Hermann Kemper gilt als "Nestor der Magnetfahrtechnik". Bereits als Student der Elektrotechnik an der damaligen Technischen Hochschule in Hannover hatte er die Idee, die Räder der Eisenbahn durch schwebende Elektromagnete zu ersetzen, um dadurch den Eisenbahnverkehr leiser, sicherer und schneller zu machen. Erst 1927 mit der Rückkehr nach Nortrup (Landkreis Osnabrück) zur Übernahme der elterlichen Fleischwarenfabrik, verfügte er über die Mittel, seine Vision in die Tat umzusetzen und den ersten Elektromagneten zum Schweben zu bringen.

Seine ersten Patente zur Magnetschwebetechnik erhielt er 1933, 1934 und 1935. Mit ihrer Eignung für höchste Geschwindigkeiten entdeckte Kemper eine grundlegend neue Eigenschaft in der Magnetschwebetechnik. Während beim konventionellen Schienenverkehr mit zunehmender Geschwindigkeit die technischen Probleme wachsen, wird die Geschwindigkeit einer Magnetbahn lediglich durch den wirtschaftlichen Energieeinsatz zur Überwindung des Luftwiderstandes begrenzt. Da dieser nach den aerodynamischen Gesetzen exponentiell ansteigt, befasste sich Hermann Kemper folgerichtig mit einem geschlossenen, fast luftleeren Röhrensystem, in dem elektromagnetische Fahrzeuge bewegt werden sollten. Gedacht hatte er dabei an Geschwindigkeiten von 1000 bis 3000 Stundenkilometer. Das dazu gehörige Patent wurde 1938 erteilt.

Zur Vollendung seines 80. Lebensjahres erhielt Hermann Kemper in Würdigung seiner Forschungsleistung den Großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Die Magnetschnellbahn Transrapid ist die systemveränderte Weiterentwicklung des spurgebundenen Verkehrs und zählt zu den großen technischen Innovationen des 20. Jahrhunderts. Hermann Kemper hat mit seinen grundlegenden Arbeiten die Basis für ihre Entwicklung geschaffen.

Dr. Andreas Kühnl

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