Die Edelherren von Holte gerieten in Konflikt mit ihrem Landesherrn, dem Bischof von Osnabrück. Den Quellen zufolge eroberten bischöfliche Truppen und Gefolgsleute des Grafen von Ravensberg im Jahre 1144 die Holter Burg. Kurze Zeit später wurde die stark beschädigte Anlage wieder instand gesetzt und blieb bis ins 14. Jahrhundert hinein als Dynastenburg im Besitz der Familie von Holte. 1335 endete ihre Nutzung, und die Ruine diente zunehmend als Steinbruch.
1997 fand eine archäologische Bestandsaufnahme der Holter Burg statt. Dabei konnten einzelne Bauphasen näher bestimmt werden. Einer Wallburg des Frühmittelalters folgte eine hochmittelalterliche Ringburg mit Rundturm, Kapelle und quadratischem Wohnturm (Palas). Hochwertige Metallfunde stammen hauptsächlich aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Bei den archäologischen Untersuchungen entdeckte man im Turm Spuren eines verheerenden Brandes, Zeugnis für die Eroberung und Zerstörung der Burg.
Die Hauptburg maß in etwa fünfzig Meter im Durchmesser und war von einem zwanzig Meter breiten und ursprünglich wohl mehr als zehn Meter tiefen Graben umgeben. Dieser war nahezu senkrecht in den anstehenden Kalkstein geschlagen. Den Zugang zur Burg bildete eine lange Torgasse.
Heute liegen die Ruinen unter einer bis zu fünf Meter dicken Schuttschicht begraben. Sondierungen haben ergeben, dass darunter die Mauern der hochmittelalterlichen Ringburg teilweise noch bis zur Höhe des ersten Stockwerkes erhalten sind.
Von Ende Juni bis September 2006 führte die Stadt- und Kreisarchäologie eine Ausgrabung auf der Burg Holte durch. Im Vordergrund stand dabei die Freilegung der Mauerreste von Rundturm, Torhaus, Kapelle und Ringmauer. Neben Studenten arbeiteten hier auch mehrere freiwillige Helfer tatkräftig mit. Während der Grabungskampagne konnten mehrere Bauphasen von Kapelle und Toranlage aufgedeckt werden, im Anschluss an die Grabung wurden einige Sicherungsmaßnahmen an der Burg durchgeführt.
Es ist geplant, einen Teil der freigelegten Gebäudereste aufzumauern und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.










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