Die von Studierenden des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück unter Olessja Nein und Dr. Heinrich Hirschfelder, dem Sohn der Künstlerin, konzipierte Sonderausstellung versteht sich als eine Fortsetzung der Studienprojekte zu "Osnabrücker Künstlerinnen und Künstler", wie sie zuletzt mit "T.F. Koch: Ich male, wie mir der Schnabel gewachsen ist" und "Elke Hergert: Rom ist überall" veranstaltet wurden.
Die 1905 geborene Künstlerin Hella Hirschfelder-Stüve kam kurz vor dem Zweiten Weltkrieg aus Ostpreußen über Berlin nach Osnabrück, verbrachte hier einen großen Teil ihres Lebens und hinterließ nach ihrem Tod 1977 ein umfangreiches Werk, das nun der Öffentlichkeit zum ersten Mal in diesem Umfang vorgestellt wird.
Die Ausstellung ist in vier Stationen eingeteilt, die dem Lebensweg der Künstlerin folgen: Von ihrem Geburtsort Mehlauken in Ostpreußen über ihre Studienzeit in Berlin der 1920er Jahre bis nach Osnabrück, wo sie sich als regional bekannte Künstlerin etablierte. Die vierte Station behandelt die Studienreisen der Künstlerin.
Hella Hirschfelder-Stüve experimentierte in ihren Arbeiten mit verschiedenen Techniken und versuchte sich in unterschiedlichen Kunstrichtungen. Doch gegen die nach dem Krieg so dominante abstrakte Malerei sträubte sie sich und blieb - wie viele "Künstler der vergessenen Generation" – in der Gegenständlichkeit.
Öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung finden sonntags um 15 Uhr und donnerstags um 17 Uhr statt. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog (13,40 Euro).

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