Großer Tag für die Friedensstadt Osnabrück - schließlich ist es kein ganz alltägliches Ereignis, dass ein Gotteshaus eröffnet wird: Mit dem Einbringen der Thora-Rollen und einem großen Festakt ist am Mittwoch, 3. Februar, die neue Synagoge der Jüdischen Gemeinde übergeben worden. Die Errichtung des neuen Gotteshauses mit angeschlossenem Gemeindezentrum war nötig geworden, weil es in dem 1969 eingeweihten Altbau zu klein geworden war. Die Jüdische Gemeinde ist seit Ende der 80er Jahre von rund 70 auf mehr als 1.000 Mitglieder angewachsen. Die neue Synagoge bietet einen erweiterbaren Raum für bis zu 300 Gottesdienstbesucher. Zuvor konnten höchstens 100 Menschen an den Gottesdiensten teilnehmen.
Bei der Feier brachten der Osnabrücker Rabbiner Shimon Großberg und Michael Fürst, der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, die Thora-Rollen in den dafür vorgesehenen Schrein unter der Lichtkuppel der neuen Synagoge ein. Die Übergabe war ein überkonfessionelles Fest, an dem sich ranghohe Vertreter der jüdischen, katholischen und evangelischen Kirche sowie der Muslime beteiligten.