Mit der Einrichtung einer karolingischen Missionsstation zur Christianisierung des sächsischen Umlandes begann gegen Ende des 8. Jahrhunderts die Entwicklung von Bistum und Stadt Osnabrück. Ausdehnung und Erscheinungsbild des frühen Bischofssitzes sind jedoch weitgehend ungeklärt. Eine umfassende wissenschaftliche Auswertung aller bisher im Bereich der Domburg durchgeführten archäologischen Untersuchungen (von 1975 bis 2003) soll offene Fragen beantworten und genauere Erkenntnisse zur Gestalt der frühen Domburg liefern. Dabei stehen Siedlungsstrukturen, Gräberfelder und Befestigungsanlagen im Vordergrund, doch auch Hinweise auf Handel und Verkehr fallen in den Bereich der Untersuchungen.
Das Forschungsvorhaben ist auch im überregionalen Kontext zu sehen. Ähnliche Projekte wurden in jüngster Zeit im Zuge der Stadtkernforschung in einigen anderen frühen sächsischen Bistümern wie Münster und Paderborn bereits durchgeführt, so dass Erkenntnisse vergleichend betrachtet und in den größeren Zusammenhang der Städtebildung im nordwestdeutschen Raum gestellt werden können.
Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat umfangreiche finanzielle Mittel zur Förderung des Projektes bereitgestellt. Die Forschungsergebnisse werden der Öffentlichkeit im Rahmen einer umfassenden Publikation präsentiert.
Einen Überblick zum derzeitigen Forschungsstand bietet der Band "Der Dom als Anfang", der im Herbst 2005 erschienen ist.




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