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Grün tagen in Osnabrück 

Grün tagen in Osnabrück

Das Tagungs- und Kongressbüro ruft "grünes" Netzwerk ins Leben

Eine Tagung produziert durch Anreise der Teilnehmer, Energieverbrauch und Papierkonsum im Schnitt mehr CO2 als ein einzelner Mensch im ganzen Jahr. Das hat sich die deutsche Kongressbranche in den vergangenen Jahren bewusst gemacht. Der Trend ist klar: Die Veranstaltungswirtschaft möchte umweltfreundlicher werden.

In Osnabrück und im Osnabrücker Land ist die regionale Kongressbranche auf dem besten Weg dorthin. Das Netzwerk "Grün tagen in Osnabrück" wurde 2010 von zehn Anbietern aus der Kongressbranche unter der Federführung des Tourismus- und Tagungsservices gegründet. Über zwei Jahre war es Förderprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und wird nun über den Förderzeitraum hinaus mit wachsendem Teilnehmerkreis fortgeführt. Inzwischen ist "Grün tagen in Osnabrück" eine beispielhafte regionale Initiative, die überregional als besonders transparent und glaubwürdig anerkannt wird.

Einsparpotential schon bei der Anreise

Nach Osnabrück können Tagungsteilnehmer von Hamburg aus schon jetzt in weniger als zwei Stunden für den deutschlandweit einheitlichen Preis von 99 Euro für die Hin- und Rückfahrt mit dem Intercity anreisen. Mit einem Kongressticket, das sie sich schon zuhause selbst ausdrucken können, nutzen sie vor Ort den öffentlichen Nahverkehr. Oder gehen, noch klimafreundlicher, zu Fuß, denn hier sind die Wege kurz.
Weitere Ressourcen werden bei Tagungshotels, Veranstaltungsorten und anderen Anbietern vor Ort eingespart, die ihr Angebot Schritt für Schritt "vergrünen". Dafür werden jedes Jahr neue Umweltschutz-Maßnahmen geplant, die im Laufe des Jahres umgesetzt werden. Die Umstellung von Einzelverpackungen auf Großgebinde und die Bereitstellung von großen Mehrwegflaschen oder leitungsgebundenem Trinkwasser sind dabei nur erste Schritte. Das bewusste Klimatisieren und Heizen der Räume sowie ein intelligentes Beleuchtungskonzept und ein durchdachtes Wassermanagement-System sparen Ressourcen. Konsequente Mülltrennung und Recycling oder die Verwendung von saisonalen und regionalen Produkten im Catering sollen langfristig in den regionalen Betrieben eine Selbstverständlichkeit werden.

Veranstalter aktiv einbinden

Auch die Kongressveranstalter werden in das Projekt eingebunden. Sie können Teilnehmer zu einer umweltfreundlichen Anreise motivieren und durch entsprechende Kommunikation insgesamt bewusstes Verhalten bei Teilnehmern und Mitarbeitern auslösen. Mit der Umstellung auf ein digitales Einladungsverfahren und Unterlagenversand per E-Mail kann die bei Konferenzen schon vorprogrammierte Papierflut eingedämmt werden.

Tue Gutes und rede darüber

Die Osnabrücker Initiative setzt mit diesem beispielhaften Zusammenschluss neue Maßstäbe. "Wir haben ein Netzwerk geschaffen, in dem wir miteinander und voneinander lernen, Veranstaltungen klimafreundlich auszurichten. Dabei möchten wir einheitliche Mindeststandards für die Region etablieren", erklärt Oliver Mix, Geschäftsführer der Osnabrück – Marketing und Tourismus GmbH (OMT) das Ziel des Projektes. Die erarbeiteten Standards sollen auch überregional bekannt werden und in weiteren Kongressregionen eingeführt werden. Denn das bundesweite Einsparpotential ist in diesem Bereich beachtlich. Dazu Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU: "Wenn die im Veranstaltungsbereich tätigen Dienstleister durch gemeinsames Handeln und Kommunizieren den Kohlendioxid-Ausstoß um nur insgesamt zehn Prozent verringern, lassen sich damit bundesweit schätzungsweise rund 500.000 Tonnen CO2 einsparen". Das entspräche dem jährlichen CO2-Ausstoß von ungefähr 45.000 Bundesbürgern.

Weitere Informationen zum Projekt:
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