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Antibiotikaresistente Keime im Fleisch: Veterinärdienst weist auf erforderliche Lebensmittelhygiene hin

Der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück kümmert sich darum, dass hygienisch unbedenkliche Lebensmittel auf den Markt kommen. Der Veterinärdienst verfolgt die Problematik der antibiotikaresistenten Keime im Fleisch aufmerksam.

Kontrolliert wird, ob die Lebensmittelhersteller diesbezüglich ihren Pflichten nachkommen. Er trägt somit  in den Bereichen Tiergesundheit und Lebensmittelüberwachung zu einer Erhöhung der Sicherheit bei. Lebensmittelproben aus den Betrieben werden zur Untersuchung in Laboren und Instituten weitergegeben. Die Kontrolleure besuchen und beraten rund 3000 Betriebe jährlich. Ein Schwerpunkt stellt auch die Beratung der Verbraucher in Fragen der Küchenhygiene dar.

„Bezüglich der Keimbelastung haben wir im vergangenen Jahr den Keimstatus von Fleisch, Geflügelfleisch, mariniertem Fleisch, Schweine- und Rinderhackfleisch und auch Mett aus Eigenuntersuchungen der Betriebe in insgesamt rund 1000 Proben geprüft. Die Proben wurden unter anderem auf den Keim Escherichia Coli untersucht,“ sagt Dr. Jörg Fritzemeier, Leiter des Veterinärdienstes. Es dürften lediglich 50 Keime pro Gramm enthalten sein und Salmonellen gar nicht. „Der Grenzwert der Proben wurde eingehalten.“ Zur Antibiotikaresistenz könne allerdings keine Aussage gemacht werden. Jedoch sei der Hygienestatus der untersuchen Proben im Landkreis Osnabrück als gut anzusehen, was für ein hohes Hygienebewusstsein der Betriebe und damit auch für ein den Keimstatus betreffend sicheres Lebensmittel spräche.

Fritzemeier nennt einen für die Problematik der Antibiotikaresistenz entscheidenden Grundsatz: „Je hygienischer Lebensmittel produziert werden, desto geringer ist die Gefahr, dass Verbraucher beim Umgang mit Lebensmitteln oder beim Verzehr mit potentiell gefährlichen Keimen in Berührung kommen. Und Hygiene ist das Kernthema der Lebensmittelüberwachung.“

Bei dem Thema der Antibiotikaresistenzen seien alle Bereiche gefragt und in der Verantwortung: Die Tierhaltung, die Lebensmittelwirtschaft und die Humanmedizin, so der Fachmann. In den Tierhaltungen könne die Behandlungsbedürftigkeit minimiert werden, wenn die Tiere gut untergebracht und versorgt werden und ein gutes Hygienemanagement hinsichtlich Reinigung und Desinfektion umgesetzt wird. In der Tiermedizin würden im Falle bakterieller Erkrankungen vor der Behandlung sehr häufig im Labor Untersuchungen gemacht, um herauszufinden, welche Antibiotika im Einzelfall wirksam sein können. Dadurch könne vermieden werden, dass unwirksame Antibiotika eingesetzt werden.

„Verbraucherinnen und Verbraucher können einen Beitrag leisten, indem sie einfache Hygieneregeln einhalten: Hände und Arbeitsflächen waschen, Lebensmittel durcherhitzen, denn die Keimverbreitung findet nicht nur über Lebensmittel sondern vor allem auch von Mensch zu Mensch statt,“ empfiehlt Fritzemeier.

Informationen sind erhältlich im Internet

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