Im Schnittpunkt der amerikanischen Bundesstaaten Kentucky, Illinois und Indiana liegt Evansville am Ufer des Ohio. Die Stadt im Südwesten von Indiana wurde erst 1819 gegründet, für europäische Verhältnisse eine vergleichsweise junge Stadt, die heute rund 130000 Einwohner hat. Ein Großteil ihrer Vorfahren stammt aus der Region von Osnabrück und aus anderen Teilen von Deutschland.
Um 1683 begannen die ersten großen Auswanderungswellen aus Deutschland in die Vereinigten Staaten. Im 17. und 18. Jahrhundert waren es überwiegend Angehörige reformierter Glaubensgemeinschaften, denen Amerika Religionsfreiheit garantierte. Es kam sehr bald zu geschlossenen Siedlungsgebieten von Deutsch-Amerikanern. Schon in den 20er Jahren konnten 40 Prozent der Bevölkerung von Evansville als Deutsch-Amerikaner bezeichnet werden.
Der deutsche Ursprung und Einfluss ist heute noch in Ortsnamen wie Darmstadt und Elberfeld, Familien-, Straßen- und Kirchennamen präsent. Ansonsten unterscheidet sich Evansville nicht gravierend von anderen amerikanischen Städten. Sie besitzt zwei Universitäten, sechs Fernsehsender, 13 Radiostationen, zwei Zeitungen und einen Flughafen. Wichtige Branchen der Wirtschaft sind die metallverarbeitende und pharmazeutische Industrie sowie die Elektro- und Möbelindustrie.
Museen wie das Museum of Arts and Science beherbergen verschiedene sehenswerte Sammlungen. Erholung findet man unter anderem im Wesselman Woods Nature Preserve und dem Mesker Park Zoo mit über 700 Tieren. Einen Einblick in das Leben der indianischen Ureinwohner des Landes gewährt die Angel Mounds State Historic Site.
Zwei Freizeitparks erwarten die Besucher, und ein schwimmendes Casino auf einem historischen Raddampfer verbreitet einen Hauch von Las Vegas.












