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Osnabrücker Land 

Das Osnabrücker Land - ein Zentrum der Megalithkultur

Steingräberweg Giersfeld
Steingräberweg Giersfeld
Steingräberweg Giersfeld
Darpvenner Steine
Darpvenner Steine
Darpvenner Steine
 
Großsteingräber gehören zu den Zeugnissen der so genannten Megalithkultur (von griechisch mega gleich groß und lithos gleich Stein). Die volkstümliche Bezeichnung "Hünengräber" verweist auf die früher weit verbreitete Vorstellung, dass nur riesenhafte Menschen mit übernatürlichen Kräften derartige Steinmassen bewegt und zum Bau von Grabanlagen verwendet hätten. Tatsächlich aber waren die Menschen vor etwa 5500 Jahren, als die ersten dieser Gräber errichtet wurden, durchaus in der Lage, die tonnenschweren Felsbrocken mit einfachen Mitteln und Methoden zu transportieren und übereinander zu legen. Vermutlich verwendeten sie dazu hölzerne Rollen, Hebebäume, Tauwerk und Zugtiere.

Das Osnabrücker Land gehört zu den Ballungszentren der Megalithkultur in Norddeutschland. Einst dürfte es hier mehrere Hundert Großsteingräber gegeben haben. Heute sind nur noch die Überreste von 41 dieser aus Steinblöcken errichteten und ursprünglich mit einem Erdhügel überdeckten Grabmonumente erhalten.

Die Großsteingräber stammen alle aus der Jungsteinzeit, dem 4. bis 3. vorchristlichen Jahrtausend. Sie sind damit die ältesten und beeindruckendsten Zeugnisse menschlichen Lebens und Wirkens dieser Zeit im nördlichen Mitteleuropa. Die Forscher bringen sie mit der neolithischen (jungsteinzeitlichen) Revolution in Verbindung, als hier mit den Anfängen der Landwirtschaft und der Viehzucht die sesshafte Lebensweise begann.

Die Findlinge, die zum Bau der Megalithgräber verwendet wurden, stammen von einem Gebirgsmassiv, das sich vor 900 Millionen bis drei Milliarden Jahren im Gebiet der heutigen Staaten Finnland und Schweden gebildet hatte. Während der Eiszeiten wurden lockere Felsbrocken nach Süden verschoben.

Die größten Entfernungen wurden dabei vor etwa 200 000 Jahren in der Saale-Eiszeit zurückgelegt. Damals waren die Gletscher über dem Osnabrücker Hügelland bis zu 400 Meter mächtig und dehnten sich bis zum Sauerland aus. Beim Abschmelzen blieb das Steinmaterial zurück.

Hügelgräber

Hügelgräber sind von der Jungsteinzeit bis zur vorrömischen Eisenzeit weit verbreitet. Auch im Osnabrücker Land sind zahlreiche Plätze mit Bestattungen dieser Art bekannt, zum Beispiel das Gräberfeld am "Bornhügel" bei Gretesch oder auch die erst jüngst erforschten Grabhügel auf der "Nöschkenheide" bei Bersenbrück.

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