Das Osnabrücker Land gehört zu den Ballungszentren der Megalithkultur in Norddeutschland. Einst dürfte es hier mehrere Hundert Großsteingräber gegeben haben. Heute sind nur noch die Überreste von 41 dieser aus Steinblöcken errichteten und ursprünglich mit einem Erdhügel überdeckten Grabmonumente erhalten.
Die Großsteingräber stammen alle aus der Jungsteinzeit, dem 4. bis 3. vorchristlichen Jahrtausend. Sie sind damit die ältesten und beeindruckendsten Zeugnisse menschlichen Lebens und Wirkens dieser Zeit im nördlichen Mitteleuropa. Die Forscher bringen sie mit der neolithischen (jungsteinzeitlichen) Revolution in Verbindung, als hier mit den Anfängen der Landwirtschaft und der Viehzucht die sesshafte Lebensweise begann.
Die Findlinge, die zum Bau der Megalithgräber verwendet wurden, stammen von einem Gebirgsmassiv, das sich vor 900 Millionen bis drei Milliarden Jahren im Gebiet der heutigen Staaten Finnland und Schweden gebildet hatte. Während der Eiszeiten wurden lockere Felsbrocken nach Süden verschoben.
Die größten Entfernungen wurden dabei vor etwa 200 000 Jahren in der Saale-Eiszeit zurückgelegt. Damals waren die Gletscher über dem Osnabrücker Hügelland bis zu 400 Meter mächtig und dehnten sich bis zum Sauerland aus. Beim Abschmelzen blieb das Steinmaterial zurück.
Hügelgräber
Hügelgräber sind von der Jungsteinzeit bis zur vorrömischen Eisenzeit weit verbreitet. Auch im Osnabrücker Land sind zahlreiche Plätze mit Bestattungen dieser Art bekannt, zum Beispiel das Gräberfeld am "Bornhügel" bei Gretesch oder auch die erst jüngst erforschten Grabhügel auf der "Nöschkenheide" bei Bersenbrück.




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