Bei Grabungen am Schölerberg, etwa zwei Kilometer südlich der mittelalterlichen Stadt, kam 1976 ein Gräberfeld des späten 7. bis frühen 8. Jahrhunderts zum Vorschein. Häufig waren die Gräber mit Beigaben versehen, darunter viele Schmuckstücke wie zum Beispiel kleine Bronzespiralen oder Perlen aus Glas und Bernstein. Besonders bemerkenswert ist eine silberne Scheibenfibel mit eingeritztem Kreuzmotiv. Sie weist, wie auch Kreuzzeichen auf weiteren Beigaben, auf eine christliche Bestattung hin. Die Fibel datiert in die Zeit um 700 und ist damit das älteste bekannte christlich geprägte Objekt aus dem Osnabrücker Raum. Auch die West-Ost-Ausrichtung der Gräber und das Fehlen von Pferde- und Hundebestattungen sind sichere Anzeichen für den Friedhof einer christlichen Bevölkerungsgruppe.
Die Gräber am Schölerberg sind wohl Zeugnisse der angelsächsischen Mission, die seit dem 7. Jahrhundert von England ausgehend im westlichen Sachsen stattfand, aber längst nicht so flächendeckend und dauerhaft war wie die spätere karolingische Mission.




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